{"id":1269272,"date":"2021-01-01T10:12:48","date_gmt":"2021-01-01T10:12:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=1269272"},"modified":"2021-01-04T15:59:53","modified_gmt":"2021-01-04T15:59:53","slug":"lautes-schweigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/01\/lautes-schweigen\/","title":{"rendered":"Lautes Schweigen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die katholische Kirche und ihre Missbrauchs-Verbrechen: ein monstr\u00f6ses Aufkl\u00e4rungsversagen. Verschleierung, Vertuschung \u2013 und die Verachtung staatlicher Verfolgungsbeh\u00f6rden. Im Mittelpunkt steht der Schutz der Kirche, nicht das Leid der Opfer. Darin hat sich bis heute wenig ge\u00e4ndert. Der Rechtsstaat macht einen Kniefall.<\/strong><\/p>\n<p><em><strong>Von Helmut Ortner<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Die Stiftung, die es seit wenigen Wochen gibt, hat einen hoffnungsfrohen Namen: \u00bbSpes et Salus &#8211; Hoffnung und Heil\u00ab. Unter diesem Titel hat der M\u00fcnchner Erzbischof\u00a0<a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Kardinal_Reinhard_Marx\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kardinal Reinhard Marx<\/a>\u00a0eine gemeinn\u00fctzige Stiftung f\u00fcr \u00bbOpfer sexualisierter Gewalt in der katholischen Kirche\u00ab gegr\u00fcndet. Marx selbst zahlt eine halbe Million Euro in die Stiftung ein \u2013 den &#8222;allergr\u00f6\u00dften Teil seines Privatverm\u00f6gens&#8220;, wie ein Sprecher wissen l\u00e4sst. Der Gottesmann erkl\u00e4rt die stattliche Summe laut S\u00fcddeutscher Zeitung damit, dass er stets &#8222;verantwortlich&#8220; mit seinen Bez\u00fcgen umgegangen sei. Als Erzbischof ist der Kardinal der staatlichen Besoldungsgruppe B 10 zugeordnet. Die aktuelle Tabelle weist \u2013 laut Spiegel &#8211; ein Monatsbrutto von 13\u00a0654 Euro aus.<\/p>\n<p>Kardinal Marx selbst hat einen Lernprozess im Umgang mit Opfern sexualisierter Gewalt hinter sich: In seiner Zeit als Bischof von Trier war er 2006 Hinweisen auf sexuellen Missbrauch durch einen Di\u00f6zesanpriester nicht nachgegangen. &#8222;Es plagt ihn noch immer sehr&#8220;, sagte sein Sprecher 2019 dem\u00a0Spiegel. Nun will er die Stiftung als Erg\u00e4nzung zu den \u00bbAufarbeitungsbem\u00fchungen\u00ab der Kirche verstanden wissen &#8211; nicht als Ersatz. Die Zahlungen der Kirche in Anerkennung des erlittenen Leids sind davon unber\u00fchrt. Die Deutsche Bischofskonferenz hatte sich im Herbst auf ein einheitliches Vorgehen geeinigt; ab 1. Januar 2021 tritt die neue Verfahrensordnung in Kraft. Die Stiftung will zus\u00e4tzliche, selbst\u00e4ndige Hilfsangebote machen. Der Stiftungszweck ist es laut Satzung, &#8222;dazu beizutragen, dass die von Missbrauch Betroffenen auf dem Weg ihrer Selbsterm\u00e4chtigung gest\u00e4rkt, gef\u00f6rdert und unterst\u00fctzt werden&#8220;.<\/p>\n<p>&#8222;Das ist eine gute Nachricht&#8220;, sagte Matthias Katsch, Sprecher der bundesweiten Betroffenen-Initiative \u00bbEckiger Tisch\u00ab der S\u00fcddeutschen Zeitung. Er findet es \u201eein wichtiges Signal, dass jemand, der eine f\u00fchrende Rolle in der katholischen Kirche spielt, pers\u00f6nlich ein Zeichen setzt.&#8220; Nicht alle teilen seine Bewertung. Die Existenz der neuen Stiftung d\u00fcrfe nicht als Ablenkung von der dringend notwendigen Aufarbeitung oder gar als Ersatz verstanden werden, warnen Kritiker. Sie verweisen dabei auf den aktuellen Skandal um den K\u00f6lner Erzbischof, Kardinal Rainer Maria Woelki, der im Verdacht steht, einen mutma\u00dflichen Fall von sexuellem Missbrauch vertuscht zu haben. Obwohl er um die kriminellen Neigungen eines Pfarrers wusste, hatte er den gegen Missbrauchsvorwurf nicht weiter ermittelt. Vorw\u00fcrfe des sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen durch Priester im Erzbistum K\u00f6ln sorgen seit geraumer Zeit f\u00fcr Schlagzeilen. Woelki hatte dazu ein Gutachten bei einer M\u00fcnchner Kanzlei in Auftrag gegeben &#8211; nach der Fertigstellung aber beschlossen, es doch nicht zu ver\u00f6ffentlichen. Daf\u00fcr f\u00fchrte er rechtliche Bedenken an. Stattdessen beauftragte er einen K\u00f6lner Strafrechtler mit einem neuen Gutachten, das im M\u00e4rz fertig werden soll. F\u00fcrchtet sich der Gottesmann vor der Aufarbeitung der F\u00e4lle? Er h\u00e4tte allen Grund dazu.<\/p>\n<p>Ob im K\u00f6lner Sprengel von Gottesmann Woelki oder anderswo \u2013 \u00fcberall haben Kardin\u00e4le, Bisch\u00f6fe und Pfarrer Minderj\u00e4hrigen sexuelle Gewalt angetan oder vieles getan, um dies zu vertuschen. Der Missbrauch hat systemische Ursachen und Folgen. Nicht nur hierzulande &#8211; \u00fcberall auf der Welt wurden (und werden) Personalakten manipuliert und vernichtet, Verdachtsf\u00e4lle nicht an Polizei und Staatsanwaltschaften gegeben, wie es in einem Rechtsstaat selbstverst\u00e4ndlich sein sollte. Im Gegenteil: Die Kirche hat ihre T\u00e4ter so lange vor dem Rechtsstaat gesch\u00fctzt, bis man diese nicht mehr belangen konnte. Die Neigung der Kirche zur Verschleierung, Vertuschung und Geheimhaltung passt zur Verachtung staatlicher Verfolgungsbeh\u00f6rden. Im Mittelpunkt steht der Schutz der Kirche, nicht das Leid der Opfer. Darin hat sich bis heute wenig ge\u00e4ndert.<\/p>\n<h4><strong>Tausende T\u00e4ter &#8211; Tausende Opfer<\/strong><\/h4>\n<p>Von \u201eSt\u00fcrmen und Hurrikanen\u201c, die 2018 die Weltkirche getroffen h\u00e4tten, hatte Papst Franziskus in seiner Rede vor der r\u00f6mischen Kurie gesprochen, ganz so, als w\u00e4re der weltweite Missbrauch bereits eine Sache von gestern. \u201eNie wieder\u201c d\u00fcrfe Missbrauch vertuscht werden, die T\u00e4ter m\u00fcssten konsequent vor Gericht gebracht werden, forderte er \u2013\u2013 und \u00fcbte sich doch gleich wieder in Relativierungen. Man m\u00fcsse \u201eberechtigte Anschuldigungen\u201c von Verleumdungen unterscheiden, zudem sei ja nicht nur die Kirche von den \u00bbersch\u00fctterten Vorf\u00e4llen\u00ab, betroffen. Nennen wir die \u00bbVorf\u00e4lle\u00ab das, was sie sind: Verbrechen. Tausende T\u00e4ter. Tausende Opfer. Tausende Namen \u2013 tausende Male anonymes Leid. Noch am Tag vor Beginn einer \u00bbMissbrauchskonferenz\u00ab, zu der Papst Franziskus im Februar 2019 Bisch\u00f6fe nach Rom beordert hatte, bezeichnete er allzu scharfe Kritiker der Kirche, als \u201eFreunde und Verwandte des Teufels\u201c. Eine bizarre Konstruktion, ein grotesker Versuch, die Wirklichkeit umzudeuten.<\/p>\n<p>Auch in Deutschland ersch\u00fctterte der Missbrauchsskandal 2010 die katholische Kirche. Immer mehr Opfer brachen ihr Schweigen. Anhand weiterer F\u00e4lle wurde deutlich, wie die Kirche auf die \u00dcbergriffe durch Geistliche jahrelang reagiert hatte &#8211; indem sie die Kirchenleute versetzte, die Taten vertuschte. Die Glaubw\u00fcrdigkeit der Kirche war ramponiert. Die Kirchenoberen entschlossen sich zur Flucht nach vorne: Gemeinsam mit dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) wurde im Juli 2011 ein Forschungsprojekt aufgelegt, das die Personalakten Geistlicher untersuchen sollte. Gerade mal anderthalb Jahre sp\u00e4ter aber, war das Projekt gescheitert.\u00a0Der Leiter der Untersuchung, der Kriminologe Christian Pfeiffer, machte die Kirche daf\u00fcr verantwortlich. \u201eKurz vor dem Start der eigentlichen Datenerhebung wurden wir mit der Forderung konfrontiert, dass Studienergebnisse nur mit Billigung der Kirche ver\u00f6ffentlicht werden d\u00fcrfen. Aus wissenschaftlicher Sicht ist das unzumutbar.\u201c Die Hauptwiderst\u00e4nde seien aus der Di\u00f6zese M\u00fcnchen und Freising gekommen, in der\u00a0<a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/thema\/benedikt_xvi\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Papst Benedikt XVI.<\/a>\u00a0einst Erzbischof war. Pfeiffer erhob den Vorwurf der Zensur. \u201eDie katholische Kirche wollte offenbar ein Gutachten ganz nach ihrem Geschmack.&#8220; Das aber war mit dem Selbstverst\u00e4ndnis des Kriminologen nicht zu vereinbar.<\/p>\n<p>Die Aufkl\u00e4rung fand ein j\u00e4hes Ende. Das verquere Verst\u00e4ndnis von der unbefleckten und unbefleckbaren Kirche war zwar schon lange zerbr\u00f6ckelt, die Glaubw\u00fcrdigkeit der Kirchenoberh\u00e4upter l\u00e4diert, doch in vielen Bist\u00fcmern dr\u00f6hnte noch immer das laute Schweigen, wenn es um die Missbrauchsf\u00e4lle im eigenen Sprengel ging. Immerhin: es gab auch Bisch\u00f6fe \u2013 meist waren es die j\u00fcngeren \u2013 die die Dramatik der Lage erkannten hatten \u2013 und den Blick vor allem auf die richteten, die best\u00e4ndig im verlogenen Weihrauchnebel und heiligen Sing-Sang unsichtbar geblieben waren: die Opfer. Der neue Bischof von Hildesheim, Heiner Wilmer, formulierte es am deutlichsten: \u201eDer Missbrauch von Macht steckt in der DNA der Kirche. Wir m\u00fcssen radikal umdenken.\u201d Ein frommer Wunsch.<\/p>\n<p>Die \u00bbradikale\u00ab Qualit\u00e4t dieses Umdenkens, wurde am 25. September 2018 der \u00d6ffentlichkeit pr\u00e4sentiert. An diesem Tag stellte der damalige Ober-Katholik und heutige Stiftungsgr\u00fcnder Reinhard Kardinal Marx, nach einer morgendlichen Predigt im Dom zu Fulda dortselbst die Ergebnisse einer neuen Studie vor. Ihr Titel: \u00bbSexueller Missbrauch an Minderj\u00e4hrigen durch katholische Priester, Diakone und m\u00e4nnliche Ordensangeh\u00f6rige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz\u00ab. Untersucht worden waren Missbrauchsf\u00e4lle aus dem Zeitraum 1946 bis 2014. Eine Forschergruppe hatte Personal- und Handakten von Klerikern der 27 Di\u00f6zesen ausgewertet \u2013 und 1670 Beschuldigte gefunden. Sie machten 3677 Opfer aus.<\/p>\n<p>Die Forscher durften die Akten freilich erneut nicht einfach aus Archiven holen und lesen. Anw\u00e4lte der Di\u00f6zesen w\u00e4hlten sie vorab aus, anschlie\u00dfend wurden sie den Wissenschaftlern anonymisiert \u00fcbergeben. Weder die Tatzeiten, noch die Tatorte, schon gar nicht die T\u00e4ter waren identifizierbar. Viele Namen und Angaben waren geschw\u00e4rzt. Ohnehin konnten nur die F\u00e4lle ausgewertet werden, die \u00fcberhaupt aktenkundig sind. Unz\u00e4hlige Unterlagen aber waren vernichtet oder manipuliert worden. Die Untersuchung eine Farce, die Studie ohne Aussagewert.<\/p>\n<h4><strong>Vertuscher und Manipulierer <\/strong><\/h4>\n<p>Geht es paradoxer? Bisch\u00f6fe \u2013 oft genug Vertuscher und Manipulierer \u2013 kontrollieren selbst, der Zugang zu den Archiven unterliegt dem Selbstbestimmungsrecht der Kirchen. Bei einem Verdacht \u00fcbernimmt die Untersuchung nicht die Staatsanwaltschaft, sondern die Kirchenoberen selbst. Eine kirchliche Paralleljustiz, die T\u00e4ter sch\u00fctzt. Ein ex-territorialer Raum, der jenseits rechtsstaatlicher Institutionen agiert, richtiger: nicht agiert. Verleugnen und Vertuschen in friedlicher Ko-Existenz. Sexueller Missbrauch, ein sogenanntes \u00bbOffizialdelikt\u00ab, eine Straftat, die von Amt wegen von der Staatsanwaltschaft verfolgt werden muss, aber weder von den Klerikern noch von den Ermittlungsbeh\u00f6rden mit Nachdruck verfolgt wird. Eine ersch\u00fctternde Wirklichkeit. Selbst nach der Ver\u00f6ffentlichung der \u00bbMissbrauchsstudie\u00ab bleiben die deutschen Staatsanwaltschaften weitgehend unt\u00e4tig. Der Rechtsstaat macht einen Kniefall.<\/p>\n<p>Man stelle sich einmal vor: ein anderes weltweit agierende Unternehmen, dessen Angestellten \u00fcber Jahrzehnte Tausende Straftaten begangen haben \u2013 keine Bagatellvergehen, sondern schwere und schwerste Verbrechen \u2013 den sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen. Der Vorstand wei\u00df davon, aber er vertuscht, deckt die T\u00e4ter und verh\u00e4ngt keine sichtbaren Sanktionen, weder gegen die T\u00e4ter noch gegen deren Helfer. Normalerweise m\u00fcsste man die Staatsanwaltschaft einschalten, aber das Unternehmen unternimmt nichts. Und wo kein Kl\u00e4ger, da kein Ermittler. Hier aber ging und geht es nicht um ein normales Unternehmen, sondern um eine Weltfirma, die als Alleinstellungsmerkmal Barmherzigkeit und Glaubw\u00fcrdigkeit beansprucht: die katholische Kirche.<\/p>\n<p>Doch kein Sturm \u00f6ffentlicher Emp\u00f6rung bricht los. Kein \u00bbARD-Brennpunkt\u00ab, keine \u00bbAktuelle Stunde\u00ab im Bundestag, kein Statement des Regierungssprechers, keine Wortmeldungen der Parteisekret\u00e4re, die doch sonst alles multi-medial kommentieren und befeuern. Ob Medien, Staatsanwaltschaft oder Politik \u2013 der Rechtstaat reagiert nur schleppend. Ein irritierendes Schweigen.<\/p>\n<p>Es brauchte eine Gruppe engagierter Staatrechts-Professoren, die im Oktober 2018 \u00bbAnzeige gegen Unbekannt\u00ab erstatteten und diese bei Staatsanwaltschaften im Bezirk jeder Di\u00f6zese einreichten. Die Professoren erinnerten die Ermittler an ihre \u00bbunbedingte Pflicht\u00ab, dem offensichtlichen \u00bbAnfangsverdacht\u00ab nachzugehen. Denn: viele F\u00e4lle sind keineswegs verj\u00e4hrt. Sie zeigten sich auch \u00fcberrascht dar\u00fcber, \u201ewie zur\u00fcckhaltend Staat und \u00d6ffentlichkeit (bislang) mit dem alarmierenden Anfangsverdacht schwerer Verbrechen umgehen&#8220;. Dies \u2013 so Strafrechtler \u2013 habe m\u00f6glicherweise seinen Grund in einer in Deutschland herrschenden \u201eintuitiven Vorstellung von der sakrosankten Eigenst\u00e4ndigkeit der Kirche&#8220;.<\/p>\n<p>Dabei ist die Rechtslage in Deutschland eindeutig: \u201eEs gibt f\u00fcr die Kirche und ihre Priester keine grunds\u00e4tzlichen Ausnahmen von der Strafverfolgung wie etwa bei der Immunit\u00e4t von Parlamentariern oder Diplomaten\u201c. Die Strafrechtsprofessoren verwiesen darauf, dass es auch kein Recht der Kirche (etwa unter Hinweis auf das Kirchenrecht und die eigene Strafgewalt) g\u00e4be, \u201eihre Institution von strafrechtlichen Eingriffen frei zu halten&#8220;. Der Rechtsstaat m\u00fcsse sicherstellen, dass \u201edie am Schutz der Menschenrechte orientierte Minimal-Ethik des Strafrechts\u201d durchgesetzt und pers\u00f6nliche Verantwortung gekl\u00e4rt werde, ansonsten stehe \u201edas Rechtsvertrauen der \u00d6ffentlichkeit im s\u00e4kularen Staat&#8220; auf dem Spiel.<\/p>\n<p>Die Juristen kamen zu einem klaren Ergebnis:<\/p>\n<blockquote><p><em>\u201eDie Staatsanwaltschaften m\u00fcssen die Herausgabe der entsprechenden Unterlagen bei den Di\u00f6zesen anfordern&#8230; M\u00f6glicherweise drohende Verj\u00e4hrungen zwingen zu schnellem Handeln&#8220;\u00a0\u2013 und enden mit einem markanten Vergleich: \u201eMan stelle sich nur einmal vor, ein Ableger der kalabrischen Mafia &#8218;Ndrangheta&#8216; h\u00e4tte einem Wissenschaftler Zugang zu seinen in Deutschland befindlichen Archiven gew\u00e4hrt, der daraufhin auftragsgem\u00e4\u00df eine Studie ver\u00f6ffentlicht h\u00e4tte, worin er zahlreiche, z. B. zwischen 1990 bis 2014 in Deutschland begangene Verbrechen schildert, woraufhin der \u00bbPate\u00ab sich wortreich bei den Opfern entschuldigt, sich allerdings zugleich weigert, die Akten der Polizei zu \u00fcbergeben oder die Namen der T\u00e4ter zu benennen. Es w\u00fcrde kein Tag vergehen, bis die Polizei s\u00e4mtliche Akten in allen auf deutschem Boden befindlichen Mafiaarchiven beschlagnahmt h\u00e4tte, um die T\u00e4ter zu ermitteln und anzuklagen. Es gibt keinen einleuchtenden Grund, warum dies im Fall der Katholischen Kirche anders sein sollte.\u201c<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Doch f\u00fcr die Staatsanwaltschaften kein Grund, die Ermittlungen zu beschleunigen. Gerade einmal vier Beh\u00f6rden hatten ihre Ermittlungen \u00bbgegen Unbekannt\u00ab Ende Oktober 2018 aufgenommen. Durchsuchungen und Beschlagnahmungen m\u00f6glicher Beweismittel fanden nirgendwo statt. Die Staatsanwaltschaft M\u00fcnster beispielsweise traf sich laut einem Bericht des WDR mit dem Generalvikar des Bistums, \u201eum die weiteren Schritte zu besprechen\u201c. Ein erstaunliches Vorgehen, ein mehr als entschleunigter Ermittlungseifer, der kaum einem anderen Sexualverbrecher hierzulande zuteil werden d\u00fcrfte. Aber im Fall der Kirche so scheint es, gelten nur bedingt die Grunds\u00e4tze des Rechtsstaats.<\/p>\n<p>Doch die sechs Strafrechtsprofessoren und das Institut f\u00fcr Weltanschauungsrecht (ifw) wollten das nicht akzeptieren. Am 5. Dezember 2018 erg\u00e4nzten sie \u2013 nun bei der Staatsanwaltschaft T\u00fcbingen \u2013 ihre urspr\u00fcngliche Anzeige. Unter anderem f\u00fchrten sie \u00c4u\u00dferungen des Weihbischofs Matth\u00e4us Karrer auf, der in einem Fernsehinterview eingestanden hatte, dass T\u00e4ter intern versetzt wurden, dass die Di\u00f6zese Rottenburg-Stuttgart diese gesch\u00fctzt habe und ein \u00bbsystemisches Versagen\u00ab festgestellt werden m\u00fcsse. Klare Worte.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Strafrechtsprofessoren stand einmal mehr fest, \u201edass eine ganze Reihe von F\u00e4llen des sexuellen Missbrauchs nach \u00a7 176 ff. in der Di\u00f6zese Stuttgart-Rottenburg bewusst nicht der staatlichen Strafverfolgung zugef\u00fchrt worden sind.\u201d Was das \u00bbsystemische Versagen\u00ab der Kirche betrifft, so darf hier auch die Justiz einbezogen werden.<\/p>\n<p>Tatsache ist: Mit schonungsloser Offenheit und Kooperation darf auch k\u00fcnftig nicht zu rechnen sein. Die irdischen Gottes-Vertreter, die so gerne von Schuld und S\u00fcnde reden, sind Spezialisten in Sachen Beruhigung durch beharrliche Verharmlosung, Vernebelung und ersch\u00f6pfendes Aussitzen. Ein andauender Skandal, irritierend ignoriert von der Politik.<\/p>\n<p>Und der liebe Gott? Wenn es ihn denn gibt, ist er konsequent abwesend. Klar, seine Allm\u00e4chtigkeit umfasst ja nicht unbedingt die Verpflichtung, kleine und gro\u00dfe Verbrechen zu verhindern. Seine Macht \u2013 das sagt uns schon der katholische Katechismus \u2013 ist nun einmal endlich. Und: Gibt es nicht auch den Teufel, den Diabolos, der st\u00e4ndig alles durcheinander bringt \u2013 und die Menschen aufstachelt, verf\u00fchrt und in Besitz nimmt? Der gl\u00e4ubige Mensch jedenfalls, der sich einen Gott erfand, f\u00fchlt sich im Stich gelassen und sucht angesichts der Wucht der infamen Verbrechen sein kleines Seelenheil. Seine Kirche, die doch das Konzept von der \u00bbKostbarkeit des Menschen\u00ab auf ihre christlichen Fahnen schreibt, hat \u2013 man k\u00f6nnte sagen, in schlechter Tradition \u2013 \u00bbB\u00f6ses\u00ab getan und zugelassen. Was tun? Noch einen Offenen Brief an den Herrn Kardinal, an den lieben Bischof? Beten f\u00fcr den Wandel? Die Kirche mag gerne neue Ma\u00dfst\u00e4be f\u00fcr den internen Umgang ihrer Sexualt\u00e4ter entwickeln, im Rechtsstaat gelten sie l\u00e4ngst \u2013 und zwar f\u00fcr alle T\u00e4ter, egal ob mit Soutane, M\u00f6nchshabit oder im Seelsorger-Rock.<\/p>\n<p>Der gl\u00e4ubige, katholische Mensch mag nicht in den Giftschrank seiner Kirche blicken. Gottes Sch\u00e4fchen sind geduldig. Und so t\u00f6nt es weiterhin \u201eHerr, erbarme Dich&#8230;&#8220; in den heimischen Kirchen und Kathedralen. Auch im bayrischen Sprengel des spendablen Kardinal Marx.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Buchhinweis:<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-1266098 alignnone\" src=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Exit.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Exit.jpg 240w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Exit-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p><em>Helmut Ortner, &#8222;<a title=\"https:\/\/www.nomen-verlag.de\/produkt\/exit\/\" href=\"https:\/\/www.nomen-verlag.de\/produkt\/exit\/\">EXIT<\/a><a href=\"https:\/\/www.nomen-verlag.de\/produkt\/exit\/\"> \u2013 Warum wir weniger Religion brauchen \u2013 Eine Abrechnung<\/a>&#8222;, mit Beitr\u00e4gen von namhaften K\u00f6pfen der s\u00e4kularen Szene. Nomen Verlag, Frankfurt 2019.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die katholische Kirche und ihre Missbrauchs-Verbrechen: ein monstr\u00f6ses Aufkl\u00e4rungsversagen. Verschleierung, Vertuschung \u2013 und die Verachtung staatlicher Verfolgungsbeh\u00f6rden. Im Mittelpunkt steht der Schutz der Kirche, nicht das Leid der Opfer. Darin hat sich bis heute wenig ge\u00e4ndert. Der Rechtsstaat macht einen&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1958,"featured_media":1269274,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[9150,9143,11387,9168],"tags":[41776,22680,18537,85656,85657,85658],"class_list":["post-1269272","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europa-de","category-meinungen","category-originalinhalt","category-politik","tag-katholische-kirche","tag-papst-franziskus","tag-sexueller-missbrauch","tag-strafverfolgung","tag-verschleierung","tag-vertuschung"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.1.1 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Lautes Schweigen<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Die katholische Kirche und ihre Missbrauchs-Verbrechen: ein monstr\u00f6ses Aufkl\u00e4rungsversagen. Verschleierung, Vertuschung \u2013 und die Verachtung staatlicher\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/01\/lautes-schweigen\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Lautes Schweigen\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Die katholische Kirche und ihre Missbrauchs-Verbrechen: ein monstr\u00f6ses Aufkl\u00e4rungsversagen. Verschleierung, Vertuschung \u2013 und die Verachtung staatlicher\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/01\/lautes-schweigen\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Pressenza\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/PressenzaItalia\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2021-01-01T10:12:48+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2021-01-04T15:59:53+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Papst_Franziskus_Weihnachtsbotschaft_2020.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"750\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"421\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Helmut Ortner\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:creator\" content=\"@PressenzaIPA\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@PressenzaIPA\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Helmut Ortner\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"12\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/01\/lautes-schweigen\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/01\/lautes-schweigen\/\"},\"author\":{\"name\":\"Helmut Ortner\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/person\/cf502fd9f5bdd9e0da4c19ba127c6317\"},\"headline\":\"Lautes Schweigen\",\"datePublished\":\"2021-01-01T10:12:48+00:00\",\"dateModified\":\"2021-01-04T15:59:53+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/01\/lautes-schweigen\/\"},\"wordCount\":2375,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/01\/lautes-schweigen\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Papst_Franziskus_Weihnachtsbotschaft_2020.jpg\",\"keywords\":[\"Katholische Kirche\",\"Papst Franziskus\",\"sexueller Missbrauch\",\"Strafverfolgung\",\"Verschleierung\",\"Vertuschung\"],\"articleSection\":[\"Europa\",\"Meinungen\",\"Originalinhalt\",\"Politik\"],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/01\/lautes-schweigen\/\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/01\/lautes-schweigen\/\",\"name\":\"Lautes Schweigen\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/01\/lautes-schweigen\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/01\/lautes-schweigen\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Papst_Franziskus_Weihnachtsbotschaft_2020.jpg\",\"datePublished\":\"2021-01-01T10:12:48+00:00\",\"dateModified\":\"2021-01-04T15:59:53+00:00\",\"description\":\"Die katholische Kirche und ihre Missbrauchs-Verbrechen: ein monstr\u00f6ses Aufkl\u00e4rungsversagen. Verschleierung, Vertuschung \u2013 und die Verachtung staatlicher\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/01\/lautes-schweigen\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/01\/lautes-schweigen\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/01\/lautes-schweigen\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Papst_Franziskus_Weihnachtsbotschaft_2020.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Papst_Franziskus_Weihnachtsbotschaft_2020.jpg\",\"width\":750,\"height\":421,\"caption\":\"Lautes Schweigen\"},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/01\/lautes-schweigen\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Accueil\",\"item\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Lautes Schweigen\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#website\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/\",\"name\":\"Pressenza\",\"description\":\"International Press Agency\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization\",\"name\":\"Pressenza\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/logo\/image\/\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/pressenza_logo_200x200.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/pressenza_logo_200x200.jpg\",\"width\":200,\"height\":200,\"caption\":\"Pressenza\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/logo\/image\/\"},\"sameAs\":[\"https:\/\/www.facebook.com\/PressenzaItalia\",\"https:\/\/x.com\/PressenzaIPA\"]},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/person\/cf502fd9f5bdd9e0da4c19ba127c6317\",\"name\":\"Helmut Ortner\",\"description\":\"Der Autor (1950) ist Beiratsmitglied der Giordano-Bruno-Stiftung. Er hat zahlreiche B\u00fccher ver\u00f6ffentlicht, die in \u00fcber 14 Sprachen erschienen sind. Zuletzt: \\\"Ohne Gnade - Eine Geschichte der Todesstrafe\\\", mit einem Nachwort von Bundesrichter a. D. Prof. Dr. Thomas Fischer, Nomen Verlag Frankfurt.\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/author\/helmut-ortner\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Lautes Schweigen","description":"Die katholische Kirche und ihre Missbrauchs-Verbrechen: ein monstr\u00f6ses Aufkl\u00e4rungsversagen. Verschleierung, Vertuschung \u2013 und die Verachtung staatlicher","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/01\/lautes-schweigen\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Lautes Schweigen","og_description":"Die katholische Kirche und ihre Missbrauchs-Verbrechen: ein monstr\u00f6ses Aufkl\u00e4rungsversagen. Verschleierung, Vertuschung \u2013 und die Verachtung staatlicher","og_url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/01\/lautes-schweigen\/","og_site_name":"Pressenza","article_publisher":"https:\/\/www.facebook.com\/PressenzaItalia","article_published_time":"2021-01-01T10:12:48+00:00","article_modified_time":"2021-01-04T15:59:53+00:00","og_image":[{"width":750,"height":421,"url":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Papst_Franziskus_Weihnachtsbotschaft_2020.jpg","type":"image\/jpeg"}],"author":"Helmut Ortner","twitter_card":"summary_large_image","twitter_creator":"@PressenzaIPA","twitter_site":"@PressenzaIPA","twitter_misc":{"Verfasst von":"Helmut Ortner","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"12\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/01\/lautes-schweigen\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/01\/lautes-schweigen\/"},"author":{"name":"Helmut Ortner","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/person\/cf502fd9f5bdd9e0da4c19ba127c6317"},"headline":"Lautes Schweigen","datePublished":"2021-01-01T10:12:48+00:00","dateModified":"2021-01-04T15:59:53+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/01\/lautes-schweigen\/"},"wordCount":2375,"publisher":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization"},"image":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/01\/lautes-schweigen\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Papst_Franziskus_Weihnachtsbotschaft_2020.jpg","keywords":["Katholische Kirche","Papst Franziskus","sexueller Missbrauch","Strafverfolgung","Verschleierung","Vertuschung"],"articleSection":["Europa","Meinungen","Originalinhalt","Politik"],"inLanguage":"de"},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/01\/lautes-schweigen\/","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/01\/lautes-schweigen\/","name":"Lautes Schweigen","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/01\/lautes-schweigen\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/01\/lautes-schweigen\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Papst_Franziskus_Weihnachtsbotschaft_2020.jpg","datePublished":"2021-01-01T10:12:48+00:00","dateModified":"2021-01-04T15:59:53+00:00","description":"Die katholische Kirche und ihre Missbrauchs-Verbrechen: ein monstr\u00f6ses Aufkl\u00e4rungsversagen. Verschleierung, Vertuschung \u2013 und die Verachtung staatlicher","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/01\/lautes-schweigen\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/01\/lautes-schweigen\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/01\/lautes-schweigen\/#primaryimage","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Papst_Franziskus_Weihnachtsbotschaft_2020.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Papst_Franziskus_Weihnachtsbotschaft_2020.jpg","width":750,"height":421,"caption":"Lautes Schweigen"},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/01\/lautes-schweigen\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Accueil","item":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Lautes Schweigen"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#website","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/","name":"Pressenza","description":"International Press Agency","publisher":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization","name":"Pressenza","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/pressenza_logo_200x200.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/pressenza_logo_200x200.jpg","width":200,"height":200,"caption":"Pressenza"},"image":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/www.facebook.com\/PressenzaItalia","https:\/\/x.com\/PressenzaIPA"]},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/person\/cf502fd9f5bdd9e0da4c19ba127c6317","name":"Helmut Ortner","description":"Der Autor (1950) ist Beiratsmitglied der Giordano-Bruno-Stiftung. Er hat zahlreiche B\u00fccher ver\u00f6ffentlicht, die in \u00fcber 14 Sprachen erschienen sind. Zuletzt: \"Ohne Gnade - Eine Geschichte der Todesstrafe\", mit einem Nachwort von Bundesrichter a. D. Prof. Dr. Thomas Fischer, Nomen Verlag Frankfurt.","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/author\/helmut-ortner\/"}]}},"place":"","original_article_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1269272","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1958"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1269272"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1269272\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1269274"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1269272"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1269272"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1269272"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}