{"id":1232233,"date":"2020-11-04T14:25:46","date_gmt":"2020-11-04T14:25:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=1232233"},"modified":"2020-11-04T14:25:46","modified_gmt":"2020-11-04T14:25:46","slug":"unser-aller-verantwortung-beim-konsum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2020\/11\/unser-aller-verantwortung-beim-konsum\/","title":{"rendered":"Unser aller Verantwortung beim Konsum"},"content":{"rendered":"<p><strong>Klima- und Umweltschutz sind das Gebot der Stunde. Die Fridays For Future fordern, endlich die Ziele des Pariser Abkommens einzuhalten und die globale Erw\u00e4rmung auf unter 1,5\u00b0 Celsius zu begrenzen.<\/strong><\/p>\n<article>Der Staat muss, heisst es in den zentralen Forderungen, seiner Verantwortung gegen\u00fcber der Umwelt und nachfolgenden Generationen gerecht werden. Er tut es aber nicht. Der Protest h\u00f6rt deshalb, einleuchtender Weise, nicht auf, der Streik soll weiter gehen: \u201eUm eine Wende zu erreichen, die von der Gesellschaft mitgetragen werden kann, fordern wir absolute Transparenz und faktenbasierte Aufkl\u00e4rung f\u00fcr alle B\u00fcrger*innen\u201c (FFF \u2013 Unsere Forderungen an die Politik).In diesem Zusammenhang wird immer wieder auf die Verantwortung der Konsumenten und Konsumentinnen verwiesen. Auch in der vom Wuppertal-Institut f\u00fcr FFF erstellten Studie \u201eCO2-neutral bis 2035\u201c vom Oktober 2020 heisst es, dass \u201eeine st\u00e4rkere Betonung von Suffizienzstrategien beziehungsweise nachhaltigen Konsummustern geboten\u201c sei, wobei mit \u201eSuffizienz\u201c im Prinzip nichts anderes als Konsumbeschr\u00e4nkung oder -verzicht gemeint ist. Dass eine \u00c4nderung in den Produktionsverfahren auch eine \u00c4nderung beim Konsum nach sich ziehen wird, liegt nat\u00fcrlich auf der Hand. Etwas ganz Anderes ist es, \u201edem\u201c Konsum oder \u201edem\u201c Verbraucher hier und heute die Verantwortung f\u00fcr die Umweltsch\u00e4den zuzuschieben.Diese Sichtweise ist ausgesprochen popul\u00e4r. Auch beim Klimaprotest hat es schon Aufrufe und Parolen \u201eGegen den Konsum!\u201c gegeben. Der amtierende Papst hat \u00fcbrigens in seiner neuen Sozialenzyklika \u201eFratelli tutti\u201c die Konsumkritik zum Ausgangspunkt einer sp\u00e4tkapitalistischen Apokalypse gemacht: Das Profitprinzip, das auf den M\u00e4rkten herrscht, wird von dem frommen Mann gnadenlos gegeisselt, der \u201et\u00f6dliche\u201c Charakter der Marktwirtschaft kommt ungeschminkt zur Sprache, aber all dies soll aus einer allgemeinmenschlichen Gier nach immer mehr folgen. Profitgier ist ihm letztlich dasselbe wie Konsumgier und \u201edas Bed\u00fcrfnis, grenzenlos zu konsumieren\u201c (FT, Nr. 13) die Wurzel aller \u00dcbel. \u201eKonsumindividualismus\u201c und \u201e-egoismus\u201c sollen demnach als die entscheidenden Gr\u00f6ssen \u00fcberwunden werden, um den Planeten und das \u00dcberleben der Menschheit zu retten.Das ist sehr viel Verantwortung, die \u201euns allen\u201c zugeschoben wird. So kennt man es auch aus den Medien. Kaum ein Bericht oder Kommentar \u00fcber Umweltverschmutzung, Klimawandel, Verm\u00fcllung der Meere, \u00fcber unhaltbare Zust\u00e4nde in der Fleischindustrie, \u00fcber Kinderarbeit in der Dritten Welt oder \u00fcber tote N\u00e4herinnen in asiatischen Sweatshops endet ohne den Verweis auf die Verantwortung des Verbrauchers . Als \u201eK\u00f6nig Kunde\u201c soll er durch seine Entscheidung, bestimmte Produkte zu kaufen, f\u00fcr dies alles \u2013 zumindest \u2013 mit-verantwortlich sein. Doch ist dieser \u201eK\u00f6nig\u201c wirklich so m\u00e4chtig? Und was ist von der Verantwortung zu halten, die ja nicht streng juristisch, sondern in einem moralischen Sinn gemeint ist? Wie sollte das \u00fcberhaupt gehen, dass die v\u00f6llig zusammenhanglose \u2013 ausserdem noch: global differenzierte \u2013 Gemeinde der Verbraucher und Verbraucherinnen die Produktion in neue Bahnen lenken k\u00f6nnte? Ist hier nicht die landl\u00e4ufige Ideologie am Werk, die den immer wieder geforderten \u201eSystem Change\u201c in eine Lebensstil- und letztlich Gewissensfrage aufl\u00f6sen will, so dass im Grunde alles beim Alten bleiben kann? Dazu im Folgenden ein Versuch, wie von FFF gefordert, Transparenz und faktenbasierte Aufkl\u00e4rung zu bieten.<\/p>\n<h3>Was heisst hier Verantwortung?<\/h3>\n<p>Bei \u201eden\u201c Konsumenten, also der seltsam abstrakten Gr\u00f6sse, wird die Schuld an den beklagenswerten Verh\u00e4ltnissen auf dem Globus abgeladen \u2013 wie gesagt in einem h\u00f6heren, moralischen Sinne, der auch schon einmal problematische Aspekte der weltweit herrschenden Marktwirtschaft zur Sprache bringt. Ein marktradikales Blatt wie die FAZ (10.10.2020) entdeckt unter Berufung auf \u00f6konomische Experten in den \u201elangen Lieferketten\u201c der Globalisierung ein grosses Problem, das angeblich eine \u201eDiffusion von Verantwortung\u201c hervorbringt: \u201eAnders gesagt: Die Menschen scheren sich nicht darum, wie ihr T-Shirt oder Fleischst\u00fcck hergestellt wurde, weil sie davon ausgehen, dass eben ein anderer Konsument zugreift, wenn sie es nicht selbst tun, und die Produktion sehr weit von ihnen entfernt stattfindet\u2026 \u201c Die Masse der Konsumenten soll sich aber, statt auf dumme Gedanken zu kommen und am System zu kritteln, ein (schlechtes) Gewissen machen und lieber auf die Massnahmen der politisch Verantwortlichen warten: \u201eLieferkettengesetz statt Systemumsturz also\u201c (FAZ)! So ist Konsumkritik selbst bei beinharten Apologeten der Marktwirtschaft erw\u00fcnscht.<\/p>\n<p>Wenn auf die Konsumentenverantwortung hingewiesen m\u00fcsste eigentlich als Erstes eine Merkw\u00fcrdigkeit auffallen: dass n\u00e4mlich die auf diese Weise verantwortlich Gemachten immer erst noch dar\u00fcber aufzukl\u00e4ren sind, was sie anrichten. Offenbar sind sie verantwortlich f\u00fcr Zust\u00e4nde, die sie gar nicht kennen \u2013 und die moderne Pr\u00e4sentation des Warenangebots tut alles daf\u00fcr (siehe unten), dass nur h\u00f6chst sparsam Informationen an die Kunden \u00fcber die erworbenen Produkte gelangen. Wenn das so ist, kann die Kundschaft die Produktionsbedingungen aber auch nicht in Auftrag gegeben haben. Um etwas zu verantworten, muss man schon Kenntnis von den Folgen seines Tuns haben, weswegen es Politiker und sonstige F\u00fchrungskr\u00e4fte bekanntlich in kritischen F\u00e4llen immer vorziehen, nichts gewusst zu haben.<\/p>\n<p>Die \u00f6ffentlichen Kommentatoren ersch\u00fcttert bei ihren konsumkritischen Vorw\u00fcrfen genau so wenig die Tatsache, dass es f\u00fcr die so in die Verantwortung Genommenen jede Menge Institutionen und Gesetze gibt, die sie davor sch\u00fctzen sollen, st\u00e4ndig \u00fcber den Tisch gezogen oder zu Fehlk\u00e4ufen verf\u00fchrt zu werden: Ministerien und Beh\u00f6rden, die f\u00fcr den Verbraucherschutz zust\u00e4ndig sind; Gesetze und Verordnungen zum Schutz von Verbrauchern auf den verschiedensten Warenm\u00e4rkten; daneben dann zahlreiche NGO\u2018s von der Initiative \u201efoodwatch\u201c, die jede Woche einen neuen Lebensmittelskandal aufdeckt, bis hin zum Verein \u201eXertifix\u201c, der mit seinem G\u00fctesiegel Kinder- und Sklavenarbeit verhindern will. Alles in allem, schon ein seltsam kontr\u00e4res Bild, das da durch die Medien geistert!<\/p>\n<h3>Der Verk\u00e4ufer: Auf den Gewinn kommt es an<\/h3>\n<p>Den Ausgangspunkt f\u00fcr die Schuldzuschreibung bildet der Kauf eines Produkts (oder, was polit\u00f6konomisch keinen Unterschied macht, einer Dienstleistung). Es bietet sich daher an, zun\u00e4chst zu untersuchen, was dort geschieht. Beim Kauf einer Ware stehen sich bekanntlich K\u00e4ufer und Verk\u00e4ufer gegen\u00fcber, und zwar mit unterschiedlichem Interesse. F\u00fcr den Verk\u00e4ufer ist dieser Akt der Abschluss seiner wirtschaftlichen Bet\u00e4tigung. Er hat Geld in die Herstellung (oder den Handel mit) einer Ware investiert und will als Resultat seiner Bet\u00e4tigung dieses Arbeitsprodukt wieder zu Geld machen, nat\u00fcrlich zu mehr Geld als urspr\u00fcnglich eingesetzt, sonst w\u00fcrde die ganze Transaktion auf Dauer unterbleiben. Er will seinen Gewinn realisieren, denn dies ist der Zweck seiner wirtschaftlichen Bet\u00e4tigung. F\u00fcr den K\u00e4ufer dagegen z\u00e4hlt der Gebrauchswert oder Nutzen der Ware, die der eigenen Bed\u00fcrfnisbefriedigung, den Notwendigkeiten des Alltags oder dem Vergn\u00fcgen dienen soll \u2013 und wof\u00fcr er eben Geld hinlegen muss, damit er zu diesem Nutzeffekt kommt. Rechtlich gesehen stehen sich so zwei gleiche Partner gegen\u00fcber, von denen beide ihre Zustimmung zum Zustandekommen des Kaufvertrags geben m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Glaubt man der Vorstellung vom Kunden als K\u00f6nig, dann entscheidet der K\u00e4ufer mit seinem Kauf \u00fcber die Konkurrenz der unterschiedlichen Anbieter einer Ware. Die Kundenentscheidung zwinge den Verk\u00e4ufer geradezu, seine Ware m\u00f6glichst billig anzubieten. \u00dcble Zust\u00e4nde in der Produktion wie Sklaven- oder Kinderarbeit , niedrige L\u00f6hne, hoher Leistungsdruck, mangelnder Arbeitsschutz etc. sollen somit das Resultat dieses Zwangs sein , der durch die Kaufentscheidung ausge\u00fcbt wird. Bei dieser Betrachtungsweise f\u00e4llt allerdings einiges unter den Tisch, n\u00e4mlich der \u00f6konomische Charakter dieser Transaktion.<\/p>\n<p>Ausgangspunkt von Produktion und Handel ist, wie festgehalten, die Tatsache, dass die Anbieter von Waren \u00fcber Geld verf\u00fcgen, geliehenes oder eigenes, das sie nicht konsumieren, sondern vermehren wollen. Um dies zu bewerkstelligen, ziehen sie einen Produktionsprozess oder ein Handelsgesch\u00e4ft auf. Damit begeben sie sich in Konkurrenz zu ihren Kollegen, die dasselbe wollen, n\u00e4mlich ebenfalls Gewinne machen, und wenn sie in der Konkurrenz Erfolg haben wollen, m\u00fcssen sie ihren Mitbewerbern zuvorkommen, sie beim Preis unterbieten oder Produkte von besonderer Qualit\u00e4t anbieten. Das ist der von allen Unternehmen gewollte und zu befolgende \u201es\u00fcsse Zwang\u201c: zum Profit und damit zu den entsprechenden Anstrengungen verdammt zu sein.<\/p>\n<p>\u00dcber je mehr Geld oder Kapital jemand verf\u00fcgt, umso gr\u00f6sser ist seine Freiheit, mit welchen Produkten und auf welchen M\u00e4rkten das passieren soll. Hier trifft er dann souver\u00e4n die Investitionsentscheidungen, die ganze Produktionssparten und Produktlinien betreffen. So wird aus einem R\u00f6hrenhersteller wie Mannesmann auch schon mal ein Telefonanbieter Vodafone. Und so haben auch nicht die A-Klasse-Fahrer von Mercedes bestellt, dass \u201eDaimler \u2026 k\u00fcnftig st\u00e4rker als Luxus-Hersteller auftreten\u201c will (SZ, 7.10.2020). Nat\u00fcrlich kann man als Konsument auf bestimmte Produkte verzichten. Wer kein Fleisch mehr essen will, dem bieten dann die Wursthersteller vegane Wurst an. Das schr\u00e4nkt den Fleischverkauf zwar nicht ein, erweitert aber die Produktpalette f\u00fcr einen Markt mit h\u00f6heren Preisen. Und weil W\u00fcrstchen nicht auf B\u00e4umen wachsen, braucht es viel Aromen und Chemie damit Pflanzen wie Fleisch schmecken.<\/p>\n<p>Dabei kalkulieren die Hersteller und Verk\u00e4ufer ihre Produkte im Hinblick auf die Zahlungsf\u00e4higkeit ihrer Kundschaft. Verkaufspreise wie Qualit\u00e4t der Waren sind Kampfmittel in der Konkurrenz um Marktanteile. Mit niedrigen Preisen kann man die Konkurrenz aus dem Markt dr\u00e4ngen und auch bei geringer Gewinnmarge dank grosser Absatzmenge eine grosse Masse an Gewinn erzielen. Also ist der Massenmarkt stark preisumk\u00e4mpft, hier wird gezielt f\u00fcr die Minderbemittelten produziert im Kampf um ihre recht beschr\u00e4nkte Zahlungsf\u00e4higkeit. F\u00fcr die einkommensst\u00e4rkeren Schichten gibt es andere Produkte, die durch ihre Qualit\u00e4t gl\u00e4nzen sollen und die in der Regel gr\u00f6ssere Gewinnmargen versprechen. Doch dieser Markt ist ebenfalls begrenzt, weil es von den Bessergestellten eben weniger gibt.<\/p>\n<h3>Der Verbraucher: personifizierte Zahlungsf\u00e4higkeit<\/h3>\n<p>Wer die Verbrauchersouver\u00e4nit\u00e4t feiert und den Kunden als Entscheider der Konkurrenz vorstellig macht, die die H\u00e4ndler oder Hersteller untereinander austragen, sieht genauso vom Ausgangspunkt der ganzen Chose f\u00fcr den K\u00e4ufer ab. F\u00fcr ihn kommt es auf den Gebrauchswert der Waren und Dienstleistungen an, die er f\u00fcr seine allt\u00e4gliche Lebensf\u00fchrung oder f\u00fcr besondere Vergn\u00fcgungen ben\u00f6tigt. Um an diese f\u00fcr sein Leben notwendigen Mittel zu kommen, braucht er Geld, denn alles ist Eigentum \u2013 und somit sind die Konsumenten von allem Ben\u00f6tigten erst einmal ausgeschlossen. Um an die Waren zu gelangen, m\u00fcssen sie sich also das notwendige Geld beschaffen, d.h. es mit ihrer (Lohn-)Arbeit verdienen. Daf\u00fcr m\u00fcssen sie sich denen andienen, die \u00fcber Geld verf\u00fcgen und als \u201eArbeitgeber\u201c ihre Arbeitskraft f\u00fcr sich nutzen wollen. In die Kalkulation der Hersteller und H\u00e4ndler geht der Lebensunterhalt der meisten Verbraucher also als Kost ein, deren H\u00f6he den Gewinn beeintr\u00e4chtigt und daher m\u00f6glichst niedrig kalkuliert wird.<\/p>\n<p>Dass gerade niedrige Preise ein Kampfmittel um Marktanteile sind, verdankt sich der Tatsache, dass sich die f\u00fcr die Unternehmenskalkulation g\u00fcnstigen niedrigen L\u00f6hne und Geh\u00e4lter auf dem Markt als begrenzte Zahlungsf\u00e4higkeit der Kundschaft geltend machen. Die Mehrzahl der Menschen muss sich ihr begrenztes Einkommen nach strengen Kriterien einteilen. Einen grossen Teil ihres Verdienstes bekommen sie dabei gar nicht erst zu sehen, weil er staatlicherseits gleich f\u00fcr Steuern und Sozialabgaben konfisziert wird. Hausbesitzer und Baufinanzierer von Eigenheimen oder Eigentumswohnungen verschlingen f\u00fcrs Wohnen einen weiteren Batzen des Einkommens, so dass der Rest gr\u00fcndlich eingeteilt werden muss. Denn ausser f\u00fcr die Fahrt zur Arbeit und zum Einkauf, f\u00fcr Essen und Kleidung will man sich ja auch noch etwas leisten, an heimischen Vergn\u00fcgungen teilnehmen oder in Urlaub fahren.<\/p>\n<p>Durch den Kauf soll aber der Verbraucher \u2013 so die g\u00e4ngige Konsumkritik \u2013 nicht einfach den Notwendigkeiten seines Alltags nachkommen; er soll sich nicht nur f\u00fcr das konkrete Produkt, sondern auch f\u00fcr die Art der Herstellung entschieden haben. Dabei wird einerseits, wie oben gezeigt, von den wirklichen Subjekten und Kriterien der Investitionsentscheidungen abgesehen und andererseits dem Kauf des Einzelnen ein Gewicht beigemessen, das diesem \u00f6konomisch gar nicht zukommt. Ob der jeweilige Konsument die Ware des Herstellers A oder die des Herstellers B bevorzugt, entscheidet nicht \u00fcber deren Erfolg oder Misserfolg in der Konkurrenz, auch wenn die betreffenden Firmen durch Werbung den Kunden in den Mittelpunkt r\u00fccken und mit grossem Aufwand versuchen, seine Entscheidung zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Denn die Kalkulation der Unternehmen ist auf das Abgreifen eines bestimmten zahlungsf\u00e4higen Potenzials ausgerichtet und der Erfolg h\u00e4ngt nicht an Einzelnen und auch nicht unbedingt an einem lokalen Markt, produzieren die grossen Hersteller doch meist f\u00fcr den Weltmarkt.<\/p>\n<p>So kann der Verbraucher in Deutschland auf sein Schnitzel verzichten, aber dies ber\u00fchrt den Gang des Gesch\u00e4fts einer Firma wie T\u00f6nnies erst einmal nicht, da sie den gr\u00f6ssten Teil ihrer Produktion nach China verkauft. Deshalb kommt der Verweis auf die Verbrauchersouver\u00e4nit\u00e4t nie aus ohne die Forderung, dass viele Kunden sich in der \u201erichtigen Weise\u201c bet\u00e4tigen m\u00fcssten. Weil sich die Entscheidungen des Einzelnen in der Rechnung der Unternehmen kaum bemerkbar machen, wird immer die Verantwortung der Verbraucher als Kollektiv beschworen: Erst in der Menge kann sie wirksam werden! Und so wird noch in dem Verweis deutlich, dass die individuelle Kaufentscheidung so gut wie gar nichts bewegt.<\/p>\n<p>In dem Appell an die Gesamtheit oder Mehrheit der Verbraucher wird unterstellt, dass sie eine Einheit bilden. Aber ausser, dass sie etwas kaufen \u2013 und selbst da unterscheiden sie sich schon sehr darin, was sie kaufen \u2013, haben sie nichts gemeinsam. Dennoch wird mit dem Personalpronomen \u201ewir\u201c an diese fiktive Gemeinschaft appelliert, wenn durch das Kaufverhalten die Wirtschaft beeinflusst werden soll. Den Konsumenten wird so ein gemeinsames Interesse beim Kauf unterstellt jenseits dessen, was sie gerade kaufen, und ihnen wird die besagte Verantwortung in Sachen Umwelt, Armut, Ausbeutung etc. ans Herz gelegt, wobei sie erst immer \u00fcber diese \u00dcbel als Folge einer Produktion, die von ganz anderen Entscheidungen regiert wird, m\u00fchsam und oft ganz investigativ ins Bild gesetzt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Behandelt wird der Verbraucher also als Souver\u00e4n jenseits seiner allt\u00e4glichen Notwendigkeiten. Ganz so, als ob er beliebig mehr oder weniger f\u00fcr einzelne Produkte ausgeben, auf bestimmte Produktarten verzichten und sie durch andere ersetzen k\u00f6nnte. So soll er Bio und gleichzeitig fair kaufen, sich umweltbewusst bewegen, gesund ern\u00e4hren und M\u00fcll vermeiden. Dazu werden dann Menschen vorstellig gemacht, die beweisen sollen, dass dies alles geht. F\u00fcr Menschen mit dauerhaft beschr\u00e4nktem Einkommen, bei denen die Arbeitszeit und der Weg zur Arbeit den gr\u00f6ssten Teil des Tages bestimmen und die vor dem Problem der Vereinbarkeit von Familie und Beruf stehen, stellt sich die Sachlage anders dar. Sie m\u00fcssen jeden Euro umdrehen und sich genau \u00fcberlegen, was sie sich leisten k\u00f6nnen. Und so kaufen sie h\u00f6chstens gelegentlich Bio-Produkte, trennen den M\u00fcll nicht immer und haben ein schlechtes Gewissen bei der Fahrt mit dem Auto oder der Billigreise mit dem Flugzeug.<\/p>\n<h3>Der Verbraucherschutz: eine unendliche Geschichte<\/h3>\n<p>Allein die Tatsache, dass es Verbraucherschutzministerien im Bund und L\u00e4ndern gibt, dass zahlreiche Verbraucherschutzgesetze existieren oder eine Verbraucherberatung die Kunden darin ber\u00e4t, worauf sie beim Kauf zu achten haben, sprechen der Behauptung von der Verbrauchersouver\u00e4nit\u00e4t Hohn. Offenbar laufen die Konsumenten st\u00e4ndig Gefahr, Dinge zu kaufen, die nichts taugen, die \u00fcberteuert oder sogar sch\u00e4dlich sind. Das hindert aber weder Journalisten noch Politiker daran, die herausgehobene Rolle der Konsumenten immer wieder zu beschw\u00f6ren. Und so finden sich in den Medien neben den Berichten \u00fcber verschiedene Verbraucherschutzmassnahmen st\u00e4ndig Mahnungen an die Adresse der Verbraucher zum richtigen, verantwortungsvollen Kauf.<\/p>\n<p>Wie jeder weiss, ist der Kauf eines Produkts f\u00fcr den K\u00e4ufer keine einfache Sache. Das f\u00e4ngt schon bei der Produktbezeichnung an, die gesetzlich geregelt ist. Die naive Vorstellung, dass eine Leberwurst aus Leber und eine Fleischwurst aus Fleisch bestehen w\u00fcrde, wird durch das politische Verordnungswesen dementiert; Letzteres legt fest, wie wenig Leber oder Fleisch in einer solchen Wurst sein darf, damit sie sich dennoch danach nennen darf. Damit ist es amtlich, dass Produktf\u00e4lschung zur Normalit\u00e4t dieser Gesellschaft geh\u00f6rt, dass sie gesetzlich \u2013 in einem bestimmten Rahmen \u2013 zugestanden wird. Der Verbraucher wird durch die Mindestbestimmungen nur davor bewahrt, dass die F\u00e4lschung komplett ist. Wenn im Erdbeerjoghurt keine Erdbeeren mehr zu finden sind, sondern nur noch Aromastoffe, die aus Holzsp\u00e4nen gewonnen wurden, dann muss dies durch die Kennzeichnung irgendwie deutlich werden.<\/p>\n<p>Ganz \u00fcber den Tisch gezogen werden soll der Verbraucher eben nicht. Durch den staatlichen Schutz wird formal sein Recht als ebenb\u00fcrtiger, juristisch verantwortlicher Gesch\u00e4ftspartner gewahrt. Irgendwie muss er erkennen k\u00f6nnen, was er da mit seinem Kaufvertrag erwirbt. Denn gerecht soll es in dieser Gesellschaft schon zugehen. So wacht der Staat dar\u00fcber, dass die Anbieter ihre Machtposition nicht ausnutzen. Aber ihr Gesch\u00e4ft soll durch die einschl\u00e4gigen Schutzmassnahmen auch nicht verunm\u00f6glicht werden. Die Produktinformationen sollen einen Kauf nicht verhindern, nur weil das Produkt jetzt als (relativ) ungeniessbar oder ungesund kenntlich ist. So gibt es auf den Produkten Beschreibungen zum Inhalt, wobei gesetzlich genau abgewogen wurde, was darauf in welcher Schriftgr\u00f6sse und an welcher Stelle der Verpackung stehen muss und was nicht. Denn wenn wirklich alles aufgef\u00fchrt w\u00fcrde, was etwa im jeweiligen Lebensmittel enthalten ist, w\u00fcrde so Manchem schlecht und die Ware w\u00e4re nur schwer absetzbar.<\/p>\n<p>Da Produktion und Verkauf der Waren kosteng\u00fcnstig unter Einsatz von vielen Giften und Chemikalien erfolgen, also durch Massnahmen, die die Waren gesundheitssch\u00e4dlich oder ungeniessbar machen, sollen Grenzwerte gravierende Sch\u00e4digungen vermeiden. Dies bedeutet nicht, dass keine Gifte mehr in der Ware enthalten w\u00e4ren oder durch die Verpackung ans Produkt gelangen w\u00fcrden. Die Sch\u00e4digung soll sich jedoch im Rahmen bestimmter Grenzen bewegen. Bei deren Festlegung wird unterstellt, dass es eine geringf\u00fcgige Menge gibt, bei der ein Stoff harmlos oder seine Wirkung zu vernachl\u00e4ssigen ist. Das stimmt bei manchen, bei anderen nicht, da diese sich im K\u00f6rper anreichern. Auch wird nur die Wirkung jedes einzelnen Schadstoffes auf den Organismus bewertet, w\u00e4hrend die Menschen im Alltag st\u00e4ndig ganzen Cocktails von Giften ausgesetzt sind, weswegen Krebserkrankungen und Allergien mittlerweile Volkskrankheiten darstellen.<\/p>\n<p>Wer als Konsument dies alles vermeiden will, steht vor einer Vielzahl von Produkten unterschiedlicher Markenbezeichnungen, also vor der Qual der Wahl oder auch vor deren Unm\u00f6glichkeit. Wer z.B. in der Corona-Pandemie Fleisch aus dem Hause T\u00f6nnies vermeiden wollte, tat sich schwer, beliefert T\u00f6nnies doch Aldi, Lidl, Rewe und Edeka mit den Marken Gutfried, Zimbo, B\u00f6cklunder, Lutz, K\u00f6necke, Redlefsen und Schulte. Die Rettung soll dann immer darin bestehen, dass man zum Metzger um die Ecke geht \u2013 den es aber kaum noch gibt und der auch nicht mehr selber schlachtet. Ausserdem gibt die Herkunftsbezeichnung aus der Region keine Auskunft \u00fcber die Qualit\u00e4t des Fleisches. Weil der Verbraucher dies alles nicht \u00fcberschauen kann, existieren deshalb Labels wie Bio, Demeter, Fair etc., die dem Verbraucher eine bestimmte Qualit\u00e4t des Produkts oder eine besondere R\u00fccksicht bei der Herstellung bzw. im Umgang mit den Produzenten signalisieren sollen.<\/p>\n<p>Die Labels beziehen sich dabei auf v\u00f6llig disparate Merkmale. So soll das neue Nutri-Score-Label \u2013 fein abgestuft \u2013 signalisieren, welche Produkte gesundheitssch\u00e4dlich sind und welche nicht. Den Herstellern ist es dabei freigestellt, die eigene Ware damit zu kennzeichnen oder es bleiben zu lassen. Hersteller von Produkten, die mit einer roten Kennzeichnung ausgezeichnet werden m\u00fcssten, d\u00fcrften dabei wohl keinen Gebrauch von diesem Label machen.<\/p>\n<p>Interessant ist bei Nutri-Score schon die Tatsache, dass die Politik hier h\u00f6chst offiziell von Lebensmittelproduzenten verlangt, \u201ezwischen gesunden und ungesunden Fertigprodukten zu unterscheiden\u201c (FAZ, 10.10.2020), die also beide weiter im Handel verbleiben. Und das auch noch, wie gesagt, auf freiwilliger Basis. Die Politik vertraut hier ganz dem Markt \u2013 der es bislang nicht gebracht hat! \u2013 und den wundersamen Wirkungen des freien Wettbewerbs \u2013 wo Vertreter von Bioverb\u00e4nden schon davor warnen, dass Firmen das Label nur nur zur \u201eSch\u00f6nung\u201c einzelner Produkte verwenden w\u00fcrden. Hinzu kommt, dass die an der Gesetzgebung beteiligten Wissenschaftler gleich die Gefahr sehen, \u201edass das Logo Verbraucher in die Irre f\u00fchre. Es verrechne allein Kalorienanzahl und N\u00e4hrstoffe miteinander, trage aber nicht zu einem gesunden Mix f\u00fcr die Ern\u00e4hrung bei.\u201c (FAZ)<\/p>\n<p>Dem Kunden soll also die Qual der Wahl durch besondere Kennzeichnungen der Produkte erleichtert werden \u2013 durch \u201eLabels\u201c, mit denen die Hersteller dann auch noch werben k\u00f6nnen. Ausgangspunkt f\u00fcr dieses Labelling ist die Kenntnis der negativen Folgen der Produktion f\u00fcr Mensch, Tier, Natur oder Klima. Die verschiedenen Label geben in der Regel an, ob irgendein Schaden bei der Produktion nicht oder nur in geringerem Masse auftritt. Eine Verhinderung der bekannten Sch\u00e4den wird damit nicht versprochen. Wenn ein Teppich ohne die Arbeit von Kindern gekn\u00fcpft wurde, dann sagt dies nichts aus \u00fcber die Bezahlung des Erwachsenen, der die Arbeit ausgef\u00fchrt hat. Es wird damit auch nicht mitgeteilt, dass es in dem betreffenden Gesch\u00e4ftszweig keine Kinderarbeit mehr gibt oder dass es den dortigen Familien, die auf das Einkommen der Kinder angewiesen waren oder sind, jetzt besser geht.<\/p>\n<p>Der K\u00e4ufer von \u201efairem\u201c Kaffee weiss, dass Kaffeebauern \u00fcblicherweise nicht von dem Verkauf ihrer Bohnen leben k\u00f6nnen. Den Produzenten des fairen Kaffees soll es da besser ergehen. Dass es denen dann gut geht, wird mit dem Siegel nicht versprochen. Die Auskunft lautet: Es geht ihnen \u201eirgendwie\u201c besser, es ist eben relativ. Wer sich um die Nachhaltigkeit der Fischbest\u00e4nde k\u00fcmmert und auf die entsprechenden Siegel achtet, kauft unter Umst\u00e4nden Fische aus Aquakulturen \u2013 was diese im Meer anrichten, dar\u00fcber geben die Label keine Auskunft. Bio-Produkte sollen irgendwie besser sein f\u00fcr Mensch und Umwelt.<\/p>\n<p>Worin das Besser besteht, bleibt oft auch im Vagen. Mehr Vitamine sind dann nicht unbedingt im Produkt enthalten, auch hier bestimmt sich die Qualit\u00e4t in der Regel negativ: Sie enthalten weniger Schadstoffe. Wie viel weniger, bleibt offen und ebenso, ob diese Menge relevant ist, ob man jetzt nach regelm\u00e4ssigem Verzehr gesund bleibt oder nicht. Denn Schadstofffreiheit kann auch ein Bio-Bauer nicht garantieren, schliesslich entsorgt die Industrie kosteng\u00fcnstig viele Schadstoffe \u00fcber die Luft, und zwar aus hohen Kaminen, die alles weit \u00fcbers Land verteilen. So picken auch Bio-H\u00fchner die entsprechenden Gifte vom Boden auf und findet sich selbst im Bio-Ei noch eine Portion Dioxin.<\/p>\n<p>Dass man als Kunde durch den Kauf eines entsprechenden Produkts die Welt irgendwie mitgestalten kann \u2013 und sei es nur den Mikrokosmos des eigenen Organismus \u2013, dieser Glaube ist die Basis f\u00fcr all diese Label, die den Kunden in die Lage versetzen sollen, seiner Verantwortung gerecht zu werden. So bedienen Industrie und Handel nicht nur die materiellen Interessen ihrer Kundschaft, sondern auch die ideellen. Wunderbar: Durch den Kauf des \u201erichtigen\u201c Produkts kann man sich auch noch von der Verantwortung f\u00fcr die Missst\u00e4nde in der Welt freikaufen! Dieser moderne Ablasshandel er\u00f6ffnet zudem ein Marktsegment f\u00fcr eine zahlungskr\u00e4ftigere Kundschaft, die sich ihre Verantwortung etwas kosten l\u00e4sst. Prestigekonsum der h\u00f6heren Art!<\/p>\n<h3>Fazit: Weiter so \u2013 aber mit Skrupeln!<\/h3>\n<p>Die M\u00e4r von der Verbrauchersouver\u00e4nit\u00e4t und der betreffenden Verantwortung stellt die Welt also auf den Kopf. Diejenigen, die irgendwie mit ihrem schmalen Geldbeutel auskommen m\u00fcssen und bei denen jede Entscheidung f\u00fcr den Kauf eines Produktes auch immer heisst, sich an anderer Stelle etwas zu versagen, werden f\u00fcr eine Produktion verantwortlich gemacht, f\u00fcr die sie \u00fcberhaupt nicht zust\u00e4ndig sind. Und sie sollen \u2013 siehe die christliche oder \u00f6kologische Konsumkritik \u2013 nicht nur f\u00fcr einzelne Produkte bzw. Produktionsabteilungen verantwortlich sein, sondern f\u00fcr die Katastrophen und Krisen, die die globalisierte Marktwirtschaft den Menschen beschert.<\/p>\n<p>Die aber, die die Produktion und den Handel zu ihrer Reichtumsvermehrung eingerichtet haben, die wegen ihrer Kalkulation keine R\u00fccksicht auf die Lebensgrundlagen der Menschheit kennen und ihr mittels Werbung und Verpackung auch noch jeden Dreck anbieten, werden zu Opfern ihres Tuns deklariert. Und diese Ideologie hat leider auch bei Protestlern in Sachen Umwelt und bei vielen Verbrauchern verfangen, die dann zwar nicht viel anders, aber sich aus jedem Kauf oder Vergn\u00fcgen ein Gewissen machen.<\/p>\n<\/article>\n<p class=\"author\">Suitbert Cechura<\/p>\n<p class=\"fussnoten\">Fussnoten:<\/p>\n<p>[1] Im Online-Magazin Telepolis, das sich als Gegen\u00f6ffentlichkeit zum Mainstream versteht, sind in der letzten Zeit einige einschl\u00e4gige Texte zu diesem Themenkomplex erschienen. Siehe grundlegend zum Protest der \u201eFridays\u201c: Fridays for Future &#8211; und was dazu nicht im Schulbuch steht, https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Fridays-for-Future-und-was-dazu-nicht-im-Schulbuch-steht-4892973.html; Von der \u201eGerman Energiewende\u201c, https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Von-der-German-Energiewende-4892975.html); Was ist wichtiger: Wirtschaft oder Klimaschutz?, https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Was-ist-wichtiger-Wirtschaft-oder-Klimaschutz-4645902.html. Zur Fleischindustrie: Die seuchenbedingte Neuauflage des alten Fleischskandals, https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-seuchenbedingte-Neuauflage-des-alten-Fleischskandals-4867494.html. Zu Corona und Klimaerw\u00e4rmung: Corona und die \u201eR\u00fcckkehr zur Normalit\u00e4t\u201c, https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Corona-und-die-Rueckkehr-zur-Normalitaet-4710066.html.<\/p>\n<p>[2] Vgl. Kinderarbeitern helfen, planet-wissen.de\/geschichte\/menschenrechte\/kinderarbeit\/pwiewissensfrage284.html.<\/p>\n<p>[3] Vgl. Die Fleischindustrie, https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-Fleischindustrie-4768601.html; Billiges Fleisch \u2013 hohe Gewinne: Fragw\u00fcrdige Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie, zdf.de\/verbraucher\/wiso\/arbeitsbedingungen-der-fleisch-industrie-corona-100.html.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Klima- und Umweltschutz sind das Gebot der Stunde. Die Fridays For Future fordern, endlich die Ziele des Pariser Abkommens einzuhalten und die globale Erw\u00e4rmung auf unter 1,5\u00b0 Celsius zu begrenzen. 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