{"id":1141383,"date":"2020-06-22T14:02:53","date_gmt":"2020-06-22T13:02:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=1141383"},"modified":"2020-06-22T14:02:53","modified_gmt":"2020-06-22T13:02:53","slug":"politische-wechseljahre-gedanken-zur-einsamkeit-der-radikalitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2020\/06\/politische-wechseljahre-gedanken-zur-einsamkeit-der-radikalitaet\/","title":{"rendered":"Politische Wechseljahre &#8211; Gedanken zur Einsamkeit der Radikalit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p><strong>Seit einiger Zeit treibt es mich aus ganz pers\u00f6nlichen Gr\u00fcnden um, \u00fcber die Thematik des \u00c4lterwerdens in linken politischen Zusammenh\u00e4ngen und dem Hadern mit der eigenen Weltanschauung zu schreiben.<\/strong><\/p>\n<p>Denn seitdem ich vor einiger Zeit die magische 30 \u00fcberschritten habe, sp\u00fcre ich tats\u00e4chlich auch jenen Ticking-Point, an dem viele der verbliebenen Szene-Angeh\u00f6rigen die Entscheidung treffen, diese hinter sich zu lassen \u2013 oder ihr Verschwinden aus dieser einfach geschehen lassen. Dazu muss ich schreiben, dass ich (noch) keine Kinder habe, f\u00fcr die ich Verantwortung \u00fcbernehme und keine alten oder gehandicapten Menschen pflege.<\/p>\n<p>Zudem habe ich (noch) die M\u00f6glichkeit, mich in einem Umfeld bewegen zu k\u00f6nnen, wo ich aufgrund meiner Einstellungen, Verhaltensweisen oder \u00c4usserungen nicht direkt ausgegrenzt oder sogar angefeindet werde. Ausserdem f\u00fchrten verschiedene Umst\u00e4nde dazu, dass ich bisher wenig lohnarbeiten musste und mich stattdessen ausgiebig und zu einem guten Teil wie es mir beliebte mit Politik, Theorie und Menschen besch\u00e4ftigen konnte. Anforderungen hatte ich trotzdem auch zu bew\u00e4ltigen, klar&#8230; Allerdings weiss ich, dass sich meine Situation mittelfristig \u00e4ndern wird. Mein bisheriges Leben unterhalb oder am Rande der Armutsgrenze gew\u00e4hrte mir als junger Mensch zweifellos viele Spielr\u00e4ume. Sicherheiten habe ich dagegen bisher keine aufbauen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Erz\u00e4hlung vom ewigen linken Jammertal und von der angeblich alles durchdringenden \u201eGesamtscheisse\u201c lehne ich ab, brandmarke Nihilismus und Zynismus vehement als \u201eb\u00fcrgerlich\u201c und bin stattdessen von einer stillen, aber tiefen Hoffnung erf\u00fcllt, deren Ursachen ich gar nicht zu ergr\u00fcnden anstrebe. Es gab Zeiten, in denen habe ich alles zerhackt. Das war notwendig, bringt mich jetzt aber nicht mehr weiter. Eine rein negative Kritik ist nichts f\u00fcr mich. Und dennoch erlaube ich mir hier mein Leiden formulieren, welches aus der Diskrepanz zwischen meiner Vorstellungswelt und den mich umgebenden Tatsachen entspringt. Errico Malatesta bringt das an einer Stelle wunderbar auf den Punkt, wenn er schreibt:<\/p>\n<p>\u201eWir sind alle gezwungen, im Widerspruch zu unseren Ideen zu leben. Ausnahmslos. Wir sind jedoch Anarchisten und Sozialisten, weil wir darunter leiden und versuchen, diesen Widerspruch so weit wie m\u00f6glich zu minimieren. Wenn wir uns einfach an die gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnisse anpassen, geht diese Dimension verloren und wir werden zu ganz normalen B\u00fcrgern; zu B\u00fcrgern ohne Geld vielleicht, aber nichtsdestotrotz zu B\u00fcrgern in unserem Denken und Handeln.\u201c<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte hier das wichtige Thema der Alltags-Solidarit\u00e4t ansprechen. Und ich weiss, dass auch Personen in meinem Umfeld sich mit diesem besch\u00e4ftigen. Aber gibt es auch Gr\u00fcnde, warum es mir schwer f\u00e4llt, mich auf diese umfangreich einzulassen. Zum einen sind da ganz individuelle Eigenheiten, Eigenbr\u00f6teleien gewissermassen, auf die ich nicht tiefer eingehen will. Sie gehen etwa in die Richtung eines hohen Bedarfs an Absprachen, eines Konfliktes zwischen Ruhebed\u00fcrfnis und Gemeinschaftsorientierung oder der Angst vor gef\u00fchlten Erwartungen.<\/p>\n<p>Weil die meisten Personen, auf die ich mich beziehe, sehr eigen sind, ist dies nicht unbedingt ein Hindernis, sich verbindlich zusammen zu schliessen. Zweitens ist f\u00fcr viele Menschen in meiner Umgebung ihre Lebensperspektive gleich meiner nach wie vor ungekl\u00e4rt, was es mir selbst erschwert, mich langfristig zu orientieren. Immerhin scheint mir diese, meine, Orientierung an anderen ein Beleg f\u00fcr die Sozialit\u00e4t zu sein, welche Ausgangsbasis f\u00fcr eine stabile Gemeinschaftlichkeit w\u00e4re.<\/p>\n<p>Drittens haben sich da Entt\u00e4uschungen angeh\u00e4uft, die ich ebenfalls nur knapp umreissen m\u00f6chte, da ich davon ausgehe, die meisten Menschen mit weiter Sehnsucht und grossen Anspr\u00fcchen haben sie erlebt &#8211; nicht nur im kapitalistischen Spektakel insgesamt, sondern auch in linken Szenen selber. Da sind gescheiterte Kommunegruppen, sich verlaufende Freundschaften, auf der Stelle tretende politische Gruppen, erkaltete WG-Umfelder oder auch politische Orte, deren Betreten Unwohlsein hervorruft, weil sie mit Assoziationen von Konflikten, Leistungsdruck oder bestimmten Verhaltenserwartungen \u00fcberlagert sind.<\/p>\n<p>Da sind die ganz pers\u00f6nlichen Tr\u00e4ume und Bed\u00fcrfnisse, welche entt\u00e4uscht wurden. Manche von ihnen w\u00e4ren vielleicht als jugendliche Schw\u00e4rmerei oder Tatendrang zu bezeichnen. Damit sind sie jedoch nicht weniger berechtigt und weiterhin unerf\u00fcllt, wenn es heisst, dass wir auch &#8211; aus Notwendigkeit und Lust &#8211; f\u00fcr unsere Leben k\u00e4mpfen&#8230;<\/p>\n<p>Der vierte Grund f\u00fcr meine mangelnde Bereitschaft oder F\u00e4higkeit, mich ernsthaft der Organisierung von Alltags-Solidarit\u00e4t zu widmen, ist anders gelagert und wiegt schwerer. Ich nenne ihn: Die Einsamkeit in der Radikalit\u00e4t.<\/p>\n<p>Diese poetische Phrase klingt zun\u00e4chst sehr abgehoben. So, als w\u00fcrde ich mich damit br\u00fcsten und herausheben wollen, dass ich es mir (aus ganz bestimmten Gr\u00fcnden!) leisten kann, radikale Ansichten zu kultivieren und dann \u00fcber alle anderen zu urteilen, die meinen Vorstellungen nicht entsprechen k\u00f6nnen oder wollen. Doch mir geht es damit nicht um eine Inszenierung meiner Selbst oder etwa der Erschaffung einer \u201elinksradikalen\u201c Figur, mit welcher ich den Massstab f\u00fcr das aktivistische Soll festlegen m\u00f6chte, gleich der realsozialistischen Leistungsnorm, die es zu erf\u00fcllen g\u00e4lte. Im Gegenteil behaupte ich sogar, ein ausgepr\u00e4gtes Gesp\u00fcr daf\u00fcr zu haben, wo verschiedene Personen jeweils stehen und was ihre jeweils eigenen M\u00f6glichkeiten sind.<\/p>\n<p>Die Motivation, \u201ealle Verh\u00e4ltnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein ver\u00e4chtliches Wesen ist\u201c, ist nichts, was vermittelt oder verbreitet werden k\u00f6nnte. Sie ist ungewollte Berufung. Sie entspringt dem intimsten und unbewusstesten subjektiven Leidensdruck und Gerechtigkeitsempfinden und ist daher tats\u00e4chlich Segen und Fluch zugleich \u2013 Menschen, die sie haben, kommen nicht umhin, mit ihr einen Umgang zu finden, sie abzut\u00f6ten oder daran zu zerbrechen. Damit m\u00f6chte ich nicht dar\u00fcber hinwegt\u00e4uschen, dass es gesellschaftliche Umst\u00e4nde sind, die solches Empfinden hervorrufen. Weil es sich also nicht um ein existenzielles Leiden handelt, weil seine Abschaffung im Bereich des M\u00f6glichen liegt, geh\u00f6rt dieses abgeschafft.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr aber brauche ich keine \u201emessianischen Bilder\u201c. Was ich hier formuliere, ist die vermeintlich \u201eegozentrische\u201c Perspektive der \u201eganz grossen Befreiungshoffnung\u201c, ohne, dass ich deswegen an eine \u201eWeltrevolution\u201c glaube, wie Jesaja vermuten w\u00fcrde. Oder, dass ich &#8211; wie Anatol &#8211; denke, eine \u201eRevolutionshoffnung\u201c w\u00fcrde l\u00e4hmen und letztendlich den Rechten \u201ein die H\u00e4nde spielen\u201c. Solche marxistischen Vorstellungen nannte Martin Buber \u201eapokalyptische Eschatologie\u201c, welcher er eine \u201eprophetische Eschatologie\u201c entgegensetzte.<\/p>\n<p>Letztere m\u00f6chte ich hiermit ausdr\u00fccklich teilen: Die Soziale Revolution ist nichts Abgehobenes, kein grosser Knall, sondern ein stetiger und voraussetzungsvoller Prozess, in welchem konkrete Auseinandersetzungen gef\u00fchrt, solidarische Beziehungen gekn\u00fcpft und neue egalit\u00e4re Institutionen aufgebaut werden. Wenn ich sage, dass dieses Ziel nicht nach der Bek\u00e4mpfung des Faschismus und der Kompensierung der schlimmsten Verwerfungen des kapitalistischen Staates verwirklicht werden kann, sondern genau jenes der Weg dazu ist, formuliere ich damit kein Programm, sondern eine Perspektive. Mit dieser Anschauung ist was mich motiviert doch nicht, dass heute \u201eeinfach vieles besser geworden ist\u201c als in den \u201e1950er-Jahren\u201c, wie Tovio meint \u2013 ohne, dass ich deswegen die Erfolge sozialer Bewegungen leugnen will. Eben jene konnten mit solcher Haltung jedoch nicht errungen werden, sondern mit der Hoffnung darauf, dass es f\u00fcr alle nicht nur weniger kalt, sondern warm sein k\u00f6nnte&#8230; Wir sollten tats\u00e4chlich auf die prozesshafte \u00dcberwindung der derzeitigen Gesellschaftsordnung abzielen und gemeinsam eine neue emanzipatorische Grosserz\u00e4hlung weben, um die schlimmsten Ausw\u00fcchse der laufenden Katastrophe zu bek\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Was hat dies nun aber mit meiner pers\u00f6nlichen Situation, meiner \u201eEinsamkeit in der Radikalit\u00e4t\u201c zu tun, ist berechtigterweise zu fragen. Ist sie als eine fetischisierte Revolutionsromantik abzutun, wie bei manch einem komischen Kauz Hammer und Sichel, Che Guevara oder die Strassenbarrikade, deren Nachahmung sich manche Insurrektionalist*innen, \u00f6fters eher Wutb\u00fcrger*innen in Frankreich zu errichten erlauben, sicher jedoch niemand in der BRD?<\/p>\n<p>Nein, wenn ich von einer gewissen Einsamkeit in der Radikalit\u00e4t spreche, meine ich jene Erfahrung, die schon so manche*n von uns nach Leipzig, Berlin oder Hamburg gezogen hat. Die viele in die post-politischen Feier-Szenen, in die zahnlose Rechthaberei vieler linker Akademiker*innen, in blinden Aktionismus oder das dogmatische Sektierertum getrieben haben, w\u00e4hrend andere ihren als \u201ejugendlich\u201c gelabelten Radikalismus einfach ablegten, vergassen und verw\u00e4sserten. Und unter \u201eRadikalismus\u201c verstehe ich hier keine aufrechenbaren Taten, sondern eine Haltung zur Welt, die auf die unbedingte Ver\u00e4nderung des Ganzen abzielt, tief wurzelt und darum einen langen Atmen hat.<\/p>\n<p>Doch wo sind die einstigen Gef\u00e4hrt*innen und Genoss*innen geblieben, mit denen ich solche Einstellung, nein Grundhaltungen, teilte? Oder bildeten und reden wir uns nur ein, dass wir sie geteilt h\u00e4tten? Ist diese Beschreibung nicht allein schon eine Idealisierung der Vergangenheit, deren Unterschied zum Heute eigentlich nur darin besteht, dass wir mutiger, spontaner und energiegeladener, weil gedankenloser und weniger entt\u00e4uscht waren? Andererseits kann ich auch konkret benennen, welche Wege verschiedene Personen meiner Ansicht nach eingeschlagen haben, ohne, dass ich sie darauf festlegen m\u00f6chte. Manche sind da, die hatten und haben viel mit sich selbst zu k\u00e4mpfen und sich darin ziemlich verstrickt.<\/p>\n<p>Darum w\u00fcnsche ich mir eine radikale Politik, die zu unserer eigenen Emanzipation beitr\u00e4gt anstatt uns zu entfremden. F\u00fcr andere greifen ihre Jobs in Form der Lebenszeit fressenden Lohnarbeit oder jene, in denen vermeintlich Selbstverwirklichung m\u00f6glich ist. Doch ich finde keinen richtigen Umgang damit, wenn Freund*innen und Bekannte von der NGO-Arbeit, Bildungs- und Unijobs oder in der Politikberatung aufgesogen werden. Denn ich merke \u2013 schon ganz ohne selbst zu urteilen -, wie sie eigentlich an ihrer eigenen Zerrissenheit, der Diskrepanz zwischen ihren fr\u00fcheren Vorstellungen und der Realpolitik, f\u00fcr die sie sich verkaufen, leiden.<\/p>\n<p>Schliesslich gibt es bei ihnen die Sehnsucht danach, raus zu sein, etwas ganz anderes zu tun, nach geteilter Autonomie, kollektiver Selbstbestimmung und echter Verantwortungs\u00fcbernahme zu streben. Bei manchen aus dem linken politischen Umfeld um mich herum zeigte sich freilich im Zweifelsfall auch, dass sie im Wesentlichen nur Fragmente und Rudimente linksradikaler \u00dcberzeugungen und Gedanken aufgesogen hatten, ohne sie jemals wirklich verinnerlicht zu haben. Der Wechsel zu einem angepassten, zynischen, pseudo-politischen Lifestyle war allzu schnell vollzogen.<\/p>\n<p>Was ich mir dagegen vorstelle, ist viel und nicht viel zugleich: Ich w\u00fcnsche mir, dass Leute Plakate, die in den Infoladen geschickt werden, selbstst\u00e4ndig verkleben, dass wir uns weiterhin selbstbewusst raus wagen und anlassbezogen Banner an Autobahnen drapieren, dass ein Vortrag nicht danach beurteilt wird, ob die referierende Person die richtigen Szene-Codes beherrschte, sondern, ob ihre Aussagen f\u00fcr die Weiterentwickelung unserer Praxis etwas taugen, dass wir erkennen, dass Demos und Kundgebungen nur ein paar Mittel in einem weiten Spektrum an Handlungsm\u00f6glichkeiten sind, dass wir unsere begrenzte Zeit nicht auf zerm\u00fcrbenden Plena verschwenden, sondern uns in verbindlichen Bezugsgruppen organisieren, dass wir trotz aller Vorsicht uns nicht auf ein vermeintlich sicheres Szene-Gekl\u00fcngel zur\u00fcckziehen, sondern offen, anschlussf\u00e4hig und bewegend werden.<\/p>\n<p>Und schliesslich, dass wir und ich sehen, dass all dies ja auch geschieht. Damit will ich ein Lob aussprechen &#8211; ein Lob des Basisaktivismus&#8216;, welcher Parteipolitik und NGOs fernbleibt; der zugleich aber auch das Checkertum, die Exklusivit\u00e4t und Coolness vieler politischer Gruppen vermeidet, sondern ernsthaft nach Gemeinsamen in der Unterschiedlichkeit sucht. Nur solche Vergeschwisterung ist es, die meine Einsamkeit in der Radikalit\u00e4t zu \u00fcberwinden erm\u00f6glicht und dann von sich aus dahin f\u00fchrt, unmittelbare solidarische Beziehungen im Alltag zu gestalten. So kann ich meinen pers\u00f6nlichen Schwur erneuern: Dass kein Stein auf dem anderen bleiben soll. Inzwischen beginne ich zu verstehen, dass damit gemeint war, mit diesen ein neues Haus zu bauen<\/p>\n<p><em>von Jens St\u00f6rfried<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Artikel wurde zuerst in der <a class=\"fussnotzen_links\" href=\"http:\/\/lirabelle.blogsport.eu\/2019\/05\/22\/politische-wechseljahre-gedanken-zur-einsamkeit-der-radikalitaet\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">Lirabelle #19<\/a> ver\u00f6ffentlicht und bezieht sich auf den Beitrag &#8222;<a class=\"fussnotzen_links\" href=\"http:\/\/lirabelle.blogsport.eu\/2018\/11\/21\/dem-morgenrot-entgegen\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">Dem Morgenrot entgegen<\/a>&#8222;, ver\u00f6ffentlicht in der Lirabelle #18<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit einiger Zeit treibt es mich aus ganz pers\u00f6nlichen Gr\u00fcnden um, \u00fcber die Thematik des \u00c4lterwerdens in linken politischen Zusammenh\u00e4ngen und dem Hadern mit der eigenen Weltanschauung zu schreiben. 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