Während der 4. Weltmarsch für Frieden und Gewaltfreiheit durch Städte und Gemeinden auf der ganzen Welt zog, nahm innerhalb der Mauern des Hochsicherheitsgefängnisses Kibos in Kisumu, Kenia, eine Bewegung ganz anderer Art ihren Lauf.
Der Weg in Kibos begann mit #UnlimitedLove, einem Programm am Valentinstag, das die innere Erneuerung der Insassen fördern sollte. Anschließend wurde das im Rahmen des thematischen Arbeitskreises „Innere Entwicklung“ des Humanistischen Weltforums durchgeführte „Human Development Program“ zu „Seeds of Change“ weiterentwickelt. Es entstand ein Raum, in dem die Teilnehmenden in sich gehen, über ihre Menschlichkeit nachdenken und erkunden konnten, wie innerer Wandel ihren Umgang mit anderen verändern kann.
Nun wurde die Feier des Friedens und der Gewaltfreiheit zu einem weiteren bedeutungsvollen Schritt auf diesem Weg.

Das Foto wurde aus Sicherheitsgründen unkenntlich gemacht, um eine Identifizierung der Insassen zu verhindern.
Die Teilnehmenden dachten darüber nach, was Frieden für sie bedeutet und welche Art von Welt sie sich wünschen. Sie schrieben ihre Gedanken und Hoffnungen auf Plakate und brachten darauf ihren Wunsch nach einer Welt ohne Gewalt zum Ausdruck. Gemeinsam formten sie aus den Plakaten ein Friedenszeichen.

Anschließend stellten sie sich gemeinsam mit ihren Moderator*innen im Kreis auf und formten mit ihren Körpern das Friedenszeichen. Es war ein einfacher, aber kraftvoller Ausdruck der Einheit – und eine Erinnerung daran, dass Frieden damit beginnen kann, dass Menschen zusammenkommen, einander anerkennen und sich für Gewaltfreiheit entscheiden.
Für die Teilnehmenden bedeutete Frieden mehr als die bloße Abwesenheit von Konflikten. Sie beschrieben ihn als einen gewaltfreien Raum – einen Raum, in dem Geist, Herz und Körper Entspannung, Geborgenheit und innere Ruhe finden können.
Im Mittelpunkt ihrer Gedanken stand ein einfacher Slogan, der im Rahmen des Kibos-Programms immer mehr an Bedeutung gewonnen hat: „Ich sehe dich in mir – in mir sehe ich dich.“

Diese Worte gaben der Feier eine tiefere Bedeutung. Frieden wird möglich, wenn wir beginnen, uns selbst in anderen und andere in uns zu erkennen. Er lädt uns ein, über Etiketten, Umstände und Mauern hinauszuschauen und die gemeinsame Menschlichkeit zu erkennen, die uns verbindet.
Der in Kibos gebildete Kreis war daher mehr als ein Symbol. Er stand für Verbundenheit, Einheit und das gemeinsame Bekenntnis zum Frieden.
Von #UnlimitedLove über „Seeds of Change“ bis hin zur Feier des 4. Weltmarsches für Frieden und Gewaltfreiheit führt der Weg in Kibos zu einer einfachen Erkenntnis: Veränderung kann von innen heraus beginnen.
Hinter den Gefängnismauern reihten sich ihre Stimmen in die Stimmen der Menschen auf der ganzen Welt ein – mit einer einfachen Botschaft: Frieden beginnt in uns. Gewaltfreiheit beginnt damit, wie wir einander sehen.
„Ich sehe dich in mir – in mir sehe ich dich.“

Das Foto wurde aus Sicherheitsgründen unkenntlich gemacht, um eine Identifizierung der Insassen zu verhindern.
Übersetzung aus dem Englischen von Kornelia Henrichmann vom ehrenamtlichen Pressenza-Übersetzungsteam. Wir suchen Freiwillige!










