DAS GRUNDLEGENDE ZIEL DES GLOBALISTISCHEN PROJEKTS
Im Laufe der letzten vier bis fünf Jahrzehnte haben sich Länder auf der ganzen Welt deindustrialisiert. Sie haben den Übergang von einem produktionsorientierten Wirtschaftssystem zu einem schuldengeprägten, finanzorientierten System vollzogen. Infolge dieses Wandels haben Konsum und Konsumismus die Produktion (das Herstellen und Schaffen von Dingen) als zentrales Merkmal der Volkswirtschaften einer stetig wachsenden Zahl von Ländern abgelöst. Dieser Wandel von produktionsorientierten zu finanz- und konsumorientierten Volkswirtschaften hat dazu geführt, dass ehemals autarke Länder geschwächt wurden und nun für Kredite vom Bankensystem abhängig sind, was zu einer immer höheren Staatsverschuldung geführt hat. (1)
Wir beobachten dies in ganz Europa, in den USA und in Ländern außerhalb des westlichen Raums. Indem sie ihre industrielle Basis aufgegeben und die eigene Produktion eingestellt haben, haben sich diese Länder einem doppelzüngigen, schuldenerzeugenden internationalen Bankensystem ausgeliefert – einem System, das durch die Schaffung immer neuer globaler Schulden Profit macht. Auf diese Weise ist es der Londoner City, dem zentralen Finanzzentrum der Welt, gelungen, seit Mitte des 20. Jahrhunderts mit jedem Jahrzehnt mehr und mehr Macht und Kontrolle über die Weltwirtschaft an sich zu reißen.
Wir befinden uns nun, im Jahr 2026, an einem Punkt, an dem das Bankensystem und die mit ihm verbündeten Oligarchen es geschafft haben, die westlichen „Mainstream“-Medien und die westlichen Wahlprozesse zu kaufen. Das ist nicht schwer zu erkennen, da politische Kandidaten mittlerweile fast vollständig von Multimilliardären (der Spenderklasse) abhängig sind, um gewählt zu werden. Unterdessen vermeiden es die Mainstream-Medien, über all dies zu berichten, da sie von eben jenem antidemokratischen System vereinnahmt wurden. Diese Umwandlung souveräner Nationen in Vasallenstaaten, deren Überleben von Bankkrediten abhängt – das war das eigentliche, zugrunde liegende Ziel des gesamten globalistischen Projekts. (2),(3)
EINE EINLADUNG ÜBER EIGENE ERFAHRUNGEN NACHZUDENKEN
Sie werden mir sicher zustimmen, dass das, worauf hier hingewiesen wird, keine neuen Informationen sind. Verdammt, wir alle erleben doch schon seit Jahrzehnten, wie Reichtum und Macht von der Mittelschicht in die Hände einer lächerlich reichen Minderheit übergehen. Denken Sie doch einmal kurz über die Veränderungen nach, die Sie im Laufe der letzten 10, 25 oder 40 Jahre mit eigenen Augen und Ohren miterlebt haben. Wenn Sie in den USA leben, denken Sie daran, dass die Reallöhne hier seit Mitte der 1970er Jahre nicht mehr gestiegen sind, während sie vor den 1970er Jahren 14 Jahrzehnte lang ununterbrochen gestiegen waren! Denken Sie daran, wie in Europa und den USA der Großteil der Produktion in andere Länder ausgelagert wurde, in denen die Arbeitskosten nur einen Bruchteil dessen betragen, was sie hier kosten würden. Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um über die erdrückende Last der (privaten und kollektiven) Schulden nachzudenken, die sich in den letzten Jahrzehnten angehäuft haben. Denken Sie daran, wie viel mehr Kaufkraft ein durchschnittliches Mittelklasse-Einkommen vor 20, 35 oder 50 Jahren hatte – falls Sie sich noch so weit zurückerinnern können. Denken Sie daran, dass „Reichtum“ heute nicht mehr daran gemessen wird, was man produziert hat, sondern fast ausschließlich an Abstraktionen wie diversifizierten Aktienportfolios. Vielen ist nicht bewusst, dass diese Art, Reichtum und Wohlstand zu messen, eigentlich ein neues Phänomen ist. Tatsächlich besaßen vor Mitte bis Ende der 1970er Jahre nur äußerst wenige Menschen überhaupt eine Kreditkarte. (4)
GLOBALISIERUNG UND DIE UNSICHTBARE BRITISCHE BANKENMACHT
Beachten Sie, dass das, worüber hier bisher gesprochen wurde, wenig bis gar nichts mit „links“ versus „rechts“ oder einem Konflikt zwischen Kapitalismus und Sozialismus zu tun hat. Diese Argumente waren allesamt Ablenkungen vom Kernpunkt: Das derzeitige, auf Kredite und Schulden ausgerichtete Währungssystem war im Laufe des letzten halben Jahrhunderts die zentrale Ursache für die Zerstörung der echten Demokratie. Der sogenannte „Freihandel“, die Deregulierung der Finanzmärkte und die Vergötterung quasi-religiöser „Marktgesetze“ haben letztendlich dazu geführt, dass Macht und Reichtum in die Hände eines Bündnisses aus obszön reichen Bankern und den mit ihnen verbundenen Oligarchen übergegangen sind. (5) Diese Übertragung von Reichtum und Macht ist das, worauf die City of London und ihre verbündeten globalistischen Handlanger seit den 1970er Jahren, wohl sogar schon seit den späten 1940er Jahren, abgezielt haben. (6)
Es ist also keine schlechte Sache, wenn Länder ihre Souveränität und ihre individuelle Stärke als demokratische Nationen zurückgewinnen wollen. Der Wunsch, eine souveräne Nation zu werden, die ihre eigenen technologischen Produkte, ihre eigene Energie, ihre eigenen Lebensmittel und andere Güter produziert, steht in keinerlei Widerspruch zum Wunsch, mit anderen Ländern Handel zu treiben, oder zur Möglichkeit, dass sich verschiedene Kulturen vermischen und voneinander lernen. Tatsächlich war es die Doppelzüngigkeit der sogenannten globalistischen Agenda, die falsche Gegensätze zwischen nationaler Selbstversorgung und konvergierender Vielfalt heraufbeschworen hat. Diese Verwirrung, die absichtlich von jenen geschaffen wurde, die vom derzeitigen System profitieren, hat zu Spaltung geführt und dazu, dass die Menschen ihre Zeit und Energie in aussichtslosen Kämpfen zwischen „links“ und „rechts“ verschwenden.
Es ist äußerst wichtig, dass die Menschen erkennen, was hier oben gerade gesagt wurde. Die Vorstellung, der Globalismus sei ein Projekt, das speziell der sogenannten Linken zuzuordnen sei, ist völliger Unsinn. George Bush Jr. und seine rechtsgerichteten neokonservativen Mitstreiter wie Dick Cheney, Donald Rumsfeld und Paul Wolfowitz waren Globalisten, genauso wie Emmanuel Macron, Barack Obama, Joe Biden, Friedrich Merz, die Clintons, Tony Blair und Mark Carney Globalisten sind. Ihre zentralen, über Parteigrenzen hinweg verfolgten Ziele waren dieselben. Sie alle haben dem Bankensystem und dem militärisch-industriellen Komplex gedient – auf Kosten der Wählerschaft, die sie gewählt hat. Es ist absolut unerlässlich, dass die Menschen ihre fetischisierte Parteitreue aufgeben, damit sie endlich dieses kriminell betrügerische, unmenschlich grausame globalistische Projekt durchschauen können, das für das menschliche Leben auf diesem Planeten so zerstörerisch ist. (6a)
EHRE, WEM EHRE GEBÜRT
An dieser Stelle muss anerkannt werden, dass dies der Teil der Regierungsgleichung ist, den Donald Trump und seine Regierung richtig erkannt haben. Im Gegensatz zu Trumps Vorgängern im Präsidentenamt – wohl seit FDR – hat sich Trump mit dem grundlegenden Problem der Deindustrialisierung und der Notwendigkeit befasst, die amerikanische Souveränität durch das Wachstum der Industrie zurückzugewinnen, anstatt die USA der Gnade des globalistischen Bankensystems auszuliefern. Trump hat es mit der City of London aufgenommen, größtenteils hinter den Kulissen. (7) Seine Regierung hat zudem praktische, beobachtbare Schritte im Bereich der nationalen Reindustrialisierung unternommen (8)
Fürs Protokoll: Mir ist bewusst, dass viele Menschen, die sich – wie ich selbst – generell als „links der Mitte“ betrachten, die Vorstellung, Donald Trump könnte irgendetwas gut machen, als bedauerlich empfinden. Tatsächlich ging es mir früher genauso. Offen gesagt ist es absolut entscheidend, dass wir diese Art von kindischer, letztlich selbstzerstörerischer Denkweise ablegen. Tatsächlich ist es genau diese kurzsichtige Weigerung, das Gesamtbild zu betrachten, die die Linke zerstört. Und wenn wir nicht aufpassen, wird uns unsere Blindheit gegenüber dem absurden Nihilismus des globalistischen Projekts der Gnade von Ideologien ausliefern, die es für eine gute Idee halten, Bomben auf Russland abzuwerfen. Das würde uns genau dorthin zurückversetzen, wo wir Ende 2024 standen – an den Rand eines Weltkriegs, zusammen mit den imperialistischen/globalistischen Narren, die Europa derzeit direkt in den Abgrund führen.
ZU DONALD TRUMP UND DEN GLOBALISTISCHEN KRIEGSTREIBERN
Insgesamt bin ich kein Befürworter der Art und Weise, wie Donald Trump sich als Präsident der Vereinigten Staaten verhält. Ebenso wenig befürworte ich den Einsatz von Drohungen und Gewalt durch seine Regierung oder die lächerlich brutale Art und Weise, wie sie mit der Einwanderungsfrage in den USA umgegangen ist. Es muss jedoch gesagt werden, dass Donald Trumps diplomatisches Vorgehen gegenüber China, Russland und anderen Ländern des Globalen Südens sowie der Schwerpunkt seiner Regierung auf Reindustrialisierung und gegenseitiger Zusammenarbeit zwischen den Nationen meiner Meinung nach der richtige Weg für das 21. Jahrhundert sind.
Die andere Option ist eine fortschreitende Deindustrialisierung und die absurde Vorstellung, einen Weltkrieg mit Russland und China anzustreben, um die hoch verschuldeten westlichen Volkswirtschaften zu stabilisieren. Erstaunlicherweise ist es genau das, was globalistische Politiker, Führungskräfte und sogenannte Experten wie Emmanuel Macron, Ursula von der Leyen, Tony Blair, Friedrich Merz, Barack Obama, Keir Starmer und Mark Carney vorschlagen.(9)
DIE GLOBALISTISCHE POLITISCHE KLASSE
Sollte die derzeitige politische „Linke“ zudem weiterhin die zunehmende antidemokratische Dominanz des Bankensystems und die damit einhergehende Zunahme der nationalen Deindustrialisierung und Abhängigkeit ignorieren, wird sie bald als ernstzunehmende politische Option sowohl in Europa als auch in den USA am Ende sein. Derzeit agieren fast die gesamte westliche politische „Linke“ und „Rechte“ als von Geldgebern kontrollierte Instrumente der globalistischen Machtstruktur – als Diener des Bankensystems. Tatsächlich fungieren diese globalistischen Politiker – ob bewusst oder unbewusst – als mehr als nur Instrumente der Macht. Das globalistische Projekt, das weitgehend von der Londoner City als Finanzzentrum angetrieben wird, stützt sich in erheblichem Maße auf „schmutziges Geld“ im Wert von Billionen Dollar, das regelmäßig durch die Stadt fließt. (10),(10a)
Auf der positiven Seite dieser Gleichung wird den Menschen weltweit zunehmend bewusst, wie heuchlerisch und kriminell das derzeitige imperialistische, globalistische System ist. Wir sind immer besser in der Lage, politische Positionsbekundungen, leere Floskeln und Unaufrichtigkeit zu durchschauen. Das von Gewalt getriebene, schuldenfinanzierte, anti-humanistische globalistische Projekt und seine überreichen Befürworter haben bisher von jeder Tragödie und jeder Krise des 21. Jahrhunderts (9/11, der Börsencrash von 2008, die COVID-Pandemie von 2020 usw.) enorm profitiert. Dennoch wird der Globalismus endlich als das erkannt, was er tatsächlich ist und schon immer war: EIN ANTIDEMOKRATISCHES GLOBALES SCHNEEBALL-SYSTEM. (11)
CODA
Wie ich bereits in früheren Artikeln erwähnt habe: Ich bin in erster Linie ein Humanist und Kriegsgegner, der von Grundprinzipien ausgeht und entsprechend argumentiert und schreibt. Abgesehen davon, dass ich die Wahrheit, wie ich sie sehe, im Kontext des Strebens nach der Überwindung menschlichen Leidens und menschlicher Gewalt in ihren unzähligen Formen darstelle, sind meine Texte nicht von der Loyalität gegenüber einer bestimmten Medienerzählung oder einer politischen Partei geprägt – sei sie nun blau, rot, lila oder andersfarbig.
QUELLEN:
1-https://business.expertjournals.com/23446781-1121/
2-https://www.theguardian.com/news/2018/oct/05/the-finance-curse-how-the-outsized-power-of-the-city-of-london-makes-britain-poorer
3-https://theowp.org/reports/is-globalization-merely-a-facade-of-western-imperialism/
4-https://www.forbes.com/advisor/credit-cards/history-of-credit-cards/
5-https://newsroom.bankofamerica.com/content/newsroom/press-releases/2026/06/bofa-study-finds-longevity-and-accelerating-wealth-transfer-are-.html
6-https://www.pressenza.com/2026/05/the-city-of-londons-ebbing-global-dominati
6a-https://www.newsweek.com/globalization-americas-biggest-bipartisan-mistake-opinion-1693377
7-https://www.youtube.com/watch?v=-6HIPI2g8DA&t=10s
8-https://www.youtube.com/watch?v=IqNHdC9USis
9-https://www.pressenza.com/2026/05/murderers-row-the-banking-city-of-londons-straw-bosses-call-for-war/
10-https://www.sanctions.io/blog/how-london-launders-40-of-the-worlds-dirty-money
10a-https://worldfinancialreview.com/how-london-became-the-capital-of-dirty-money-and-what-we-can-do-to-fix-it/
11-https://www.oxfam.org/en/press-releases/ten-richest-men-double-their-fortunes-pandemic-while-incomes-99-percent-humanity
Die Übersetzung aus dem Englischen wurde von Anja Schlegel vom ehrenamtlichen Pressenza-Übersetzungsteam erstellt. Wir suchen Freiwillige!










