Warum erziehen wir? Diese Frage ist nicht neu, doch angesichts einer sich rasch wandelnden Welt und neuer Generationen, die mit anderen Sensibilitäten, Bestrebungen, Bedürfnissen und Formen des Umgangs mit einer zunehmend vernetzten Realität heranwachsen, stellt sie sich uns erneut.
Vielleicht verbirgt sich hinter dieser Frage eine noch grundlegendere: Welchen Menschen und welche Welt helfen wir durch unsere Bildung mitzugestalten?
Seit über einem Jahrzehnt arbeiten wir als „Corrente Pedagógica Humanista Universalista“ (COPEHU) daran, eine neue Sichtweise auf Bildung und Lernen zu entwickeln. Eine Sichtweise, die im Wesentlichen vom Neuen Humanismus Silos inspiriert ist und den Menschen als aktives und intentionales Wesen anerkennt, das fähig ist, sich selbst und die Welt um sich herum zu verändern.
Aus dieser Perspektive kann Bildung nicht darauf reduziert werden, Wissen zu vermitteln oder auf die Anpassung an die bestehende Welt vorzubereiten. Sie bedeutet vielmehr, jene physischen und geistigen Räume zu schaffen, die es jedem Menschen ermöglichen, seine Intentionalität zu entfalten, mit seiner inneren Welt in Kontakt zu treten, seine Berufung zu entdecken und auf die Verwirklichung seiner persönlichen Mission in sozialer Funktion hinzuwirken.
Heute bringen wir ein vor einigen Jahren gedrehtes Video erneut in Umlauf. Es fasst einen Teil der Erfahrungen und Forschungsergebnisse von COPEHU zusammen. Dabei geht es weniger darum, zurückzublicken, als vielmehr darum, jene Fragen, die uns ursprünglich inspiriert haben, erneut auf die Zukunft zu richten.
Wir tun dies zudem zu einem bedeutsamen Zeitpunkt. Im Juli 2026 kamen Menschen aus verschiedenen Ländern und mit unterschiedlichen Erfahrungen, die mit COPEHU verbunden sind, wieder zusammen, und wir haben eine neue internationale Etappe eingeleitet: das, was wir aufgebaut und gelernt haben, wieder aufzunehmen, Erfahrungen neu zu verknüpfen und vor allem Raum für neue Menschen, neue Fragen und neue Möglichkeiten zu schaffen.
Das, was wir aufgebaut haben, neu aufzugreifen, ergibt dann Sinn, wenn es uns ermöglicht, den Blick wieder auf die Zukunft zu richten.
Welche Bildung braucht der Mensch, der in dieser sich neu formierenden Welt heranwächst? Welche Bedingungen wollen wir für diejenigen schaffen, die einen Weg fortsetzen werden, den wir heute erst schemenhaft erkennen können?
Wir richten unsere Einladung an Pädagog:innen, Studierende, Forscher:innen, Bildungsgemeinschaften und Institutionen, die das Bedürfnis verspüren, sich in Richtung einer humanisierenden Bildung weiterzuentwickeln.
Wir können – und wollen – die Zukunft nicht anstelle der neuen Generationen gestalten. Doch wir können uns auch nicht unserer Verantwortung für die Welt entziehen, die wir ihnen hinterlassen. Es ist unsere Aufgabe, die bestmöglichen Voraussetzungen zu schaffen, damit sie diese Welt infrage stellen, sie verändern und Wege eröffnen können, die wir vielleicht nicht einmal zu erdenken vermögen.
Vielleicht finden wir gerade hier eine mögliche Antwort auf unsere eingangs gestellte Frage:
Bildung, um den Menschen der Zukunft zu befähigen; damit die neuen Generationen ihre eigene Mission entfalten, die Realität verändern und zu inspirierten Gestalter:innen der Menschlichen Nation der neuen Zeit werden können.
Was ist COPEHU? Die neuen Generationen – ein neuer Blick auf Bildung und Lernen
Sehen Sie sich das Video auf YouTube hier an.
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