Ein weiterer Sieg bei den Vorwahlen der Demokraten verstärkt die progressive Strömung, die bereits zur Wahl von Zohran Mamdani zum Bürgermeister von New York sowie zur Nominierung von Brad Lander, Claire Valdez und Darializa Avila Chevalier in verschiedenen Bezirken von New York geführt hat.

Auch in Michigan setzte sich diese Entwicklung fort: mit der Nominierung von Abdul El-Sayed für den Senat und von William Lawrence für das Repräsentantenhaus.

Am 18. August kam ein weiterer Erfolg hinzu: Die 42-jährige Angie Nixon, Gewerkschafterin, Sozialistin und Abgeordnete des Repräsentantenhauses für Florida, besiegte den pensionierten Oberst Alex Vindman.

Alle progressiven Kandidaten haben ihre deutlich älteren und bekannteren gemäßigten Konkurrenten geschlagen, die über riesige finanzielle Mittel und die Unterstützung des Establishments der Demokratischen Partei verfügten, und werden bei den Zwischenwahlen im November gegen die republikanischen Kandidaten antreten. In Florida hat der Wahlkampf eine besondere symbolische Bedeutung, da es um den Sitz im Senat geht, den Marco Rubio nach seiner Ernennung zum Außenminister frei gelassen hat.

Ihre Jugend, ihr Aktivismus und der von Mamdani eingeführte „Basis“-Wahlkampfstil – mit Tausenden von Freiwilligen, die von Tür zu Tür gehen, und kleinen Spenden – sind weitere Gemeinsamkeiten all dieser Kandidaten, ebenso wie die zentralen Themen ihrer Wahlkämpfe: Angie Nixon hat die Vorwahlen mit dem Slogan „Veränderung kann nicht warten“ gewonnen. Sie setzt sich für kostenlose und universelle Gesundheitsversorgung und Kinderbetreuung, die Besteuerung von Milliardären, einen Mindestlohn von 25 Dollar pro Stunde, die Abschaffung von ICE, einen landesweiten Mietstopp und ein Ende der Zwangsräumungen ein und übt scharfe Kritik an der Unterstützung der USA für Israel und an den endlosen Kriegen, die von der US-Regierung ausgelöst wurden. Senator Bernie Sanders, die Abgeordnete palästinensischer Herkunft Rashida Tlaib und „Jewish Voice for Peace“, eine sehr aktive Organisation antizionistischer Juden, gehören zu ihren Unterstützenden.

Angie Nixon stammt aus Jacksonville und hat neben ihrer Tätigkeit als Vorsitzende der Gewerkschaft der öffentlichen Bediensteten von Florida großes Engagement für die lokale Gemeinschaft gezeigt: Sie war Mitbegründerin des „Melanin Market“, eines Freiluftmarkts, auf dem kleine Produzenten gesunde Lebensmittel verkaufen, und hat ein Buchcafé mit dem vielsagenden Namen „Café Resistance“ eröffnet – ein Ort, der als Treffpunkt für lokale Organisationen und für Freizeit- und Bildungsangebote für Kinder und Schüler dient und sich der Förderung von Geschichte und Kultur der schwarzen Bevölkerung widmet.

Die Übersetzung aus dem Italienischen wurde von Domenica Ott vom ehrenamtlichen Pressenza-Übersetzungsteam erstellt. Wir suchen Freiwillige!