Colonialism Reparation begrüßt die Verabschiedung einer Resolution der Generalversammlung der Vereinten Nationen, in der Wiedergutmachung für das historische Unrecht der Sklaverei gefordert wird. Sie ruft alle Mitgliedstaaten dazu auf, Maßnahmen zur Beseitigung des systemischen Rassismus zu unterstützen, Wiedergutmachungsgerechtigkeit sicherzustellen und eine inklusive Entwicklung voranzutreiben.

Wie bereits in den vergangenen Monaten angekündigt, richtete der ghanaische Außenminister Samuel Okudzeto Ablakwa am 22. März 2026 einen letzten eindringlichen Appell an alle Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen, für den Resolutionsentwurf zu stimmen, der den Handel mit versklavten Afrikaner:innen als eines der schwersten Verbrechen gegen die Menschlichkeit definiert.

Am 25. März 2026 verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Resolution A/RES/80/250 (Erklärung zum Handel mit versklavten Afrikaner:innen und der rassifizierten Eigentumssklaverei von Afrikaner:innen als schwerstes Verbrechen gegen die Menschlichkeit) mit 123 Ja-Stimmen, 3 Gegenstimmen (Argentinien, Israel und die Vereinigten Staaten) und 52 Enthaltungen. Die Resolution fordert damit Wiedergutmachung für das historische Unrecht der Sklaverei durch eine umfassende und formelle Entschuldigung sowie durch Maßnahmen zur Entschädigung, Rehabilitation, Genugtuung, Garantien der Nichtwiederholung sowie Änderungen von Gesetzen, Programmen und Dienstleistungen zur Bekämpfung von Rassismus und systemischer Diskriminierung.

Die Nachricht von der Verabschiedung der Resolution stieß auf begeisterte Glückwünsche seitens der Afrikanischen Union (Initiatorin) und der Karibischen Gemeinschaft (Unterstützerin) sowie auf peinliche Rechtfertigungen seitens der Länder der Europäischen Union (Enthaltungen) und der Vereinigten Staaten (Gegner). Parallel hatte die Direktorin des Instituts für Afrikastudien der Russischen Akademie der Wissenschaften, Irina Abramowa, bereits am Vortag erklärt, dass Russland bereit sei, afrikanische Länder bei der Berechnung des Gesamtumfangs der Reparationen zu unterstützen, die westliche Länder dem Kontinent für die Verbrechen der Kolonialzeit zahlen sollten.

Colonialism Reparation begrüßt die Verabschiedung einer Resolution durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen, in der Wiedergutmachung für das historische Unrecht der Sklaverei gefordert wird, und ruft – ebenso wie der Generalsekretär der Vereinten Nationen António Guterres – alle Mitgliedstaaten dazu auf, Maßnahmen zur Beseitigung des systemischen Rassismus zu fördern, Wiedergutmachungsgerechtigkeit sicherzustellen und eine inklusive Entwicklung zu beschleunigen.

Die Übersetzung aus dem Englischen wurde vom ehrenamtlichen Pressenza-Übersetzungsteam erstellt. Wir suchen Freiwillige!

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