Der folgende Bericht über diese wichtige Initiative stammt von der Facebook-Seite von Tag Meir. Die Organisation wurde 2011 gegründet und ist heute der größte Zusammenschluss von Basisorganisationen, die sich in Israel gegen Hassverbrechen und religiösen Rassismus engagieren.
Am 14. Mai verteilten wir 3.600 Blumen an Ladenbesitzer:innen und Bewohner:innen der Altstadt, die jedes Jahr unter den Folgen des nationalistischen und provokativen Marsches leiden, der anlässlich des Jerusalem-Tages durch ihre Straßen zieht.
Wir betraten die Altstadt durch vier Tore: das Jaffator, das Neue Tor, das Damaskustor und das Herodestor. Zusammen mit jeder Blume verteilten wir ein Flugblatt in drei Sprachen. Darin erläutern wir den Sinn des Blumenmarsches: Die nationalistischen und gewalttätigen Parolen, die an diesem Tag zu hören sind, repräsentieren weder das Judentum noch die israelische Gesellschaft. Wir können nicht einfach tatenlos zusehen, wie solche Taten in unserem Namen begangen werden.
Es war schmerzlich zu sehen, dass viele Geschäfte an diesem Tag geschlossen blieben. Wir hinterließen Blumen und Flugblätter an ihren verschlossenen Türen. Mit anderen Ladenbesitzer:innen konnten wir sprechen und ihnen erklären, dass wir überzeugt sind, dass Frieden durch Respekt gegenüber anderen sowie durch die Förderung einer gemeinsamen Gesellschaft und eines solidarischen Zusammenlebens entsteht.




Immer wieder zogen Gruppen von Jugendlichen durch die Gassen, schwenkten Fahnen, sangen rassistische Lieder, schrien und provozierten.
Die Aktivist:innen kamen aus dem ganzen Land. Unter ihnen war auch die älteste Teilnehmerin, Hanania Globman, die über neunzig Jahre alt ist und mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus Tel Aviv angereist war. Zu uns gesellten sich außerdem Gabriela, eine Fünftklässlerin aus Modi’in, Benjy, ein Fünftklässler aus Jerusalem, sowie unser jüngster Teilnehmer, der Erstklässler Hillel. Sie alle verdienen Respekt.
Wir hoffen, den arabischen, muslimischen und christlichen Bewohner:innen und Händler:innen der Altstadt ein wenig Hoffnung und Licht gebracht zu haben.
Foto: Yossi Zamir, https://www.facebook.com/tagmeirisrael
Die Übersetzung aus dem Spanischen wurde von Kornelia Henrichmann vom ehrenamtlichen Pressenza-Übersetzungsteam erstellt. Wir suchen Freiwillige!










