Angesichts globaler Krisen, wachsender Spannungen und autoritärer Entwicklungen gewinnt die Suche nach gemeinsamen, friedlichen Lösungen neue Dringlichkeit. Der Internationale Tag des Multilateralismus und der Diplomatie für den Frieden erinnert daran, dass Dialog und Zusammenarbeit zentrale Voraussetzungen für eine gerechtere Welt sind.

Zum internationalen Tag des Multilateralismus und Diplomatie für Frieden schreibt Antonio Guterres:

„Der Internationale Tag des Multilateralismus und der Diplomatie für den Frieden bringt uns eine Grundwahrheit ins Bewusstsein: Kein Land allein kann die Herausforderungen der heutigen Zeit bewältigen.

Dialogbereitschaft, Diplomatie und multilaterale Lösungen sind der sicherste Weg hin zu einer friedlichen und gerechten Welt.

Diese zeitlosen Ideale bilden die Grundlage der Charta der Vereinten Nationen und wirken als Triebfeder der weltweiten Bestrebungen, die Menschenrechte zu schützen, Hoffnung zu wecken und Wohlstand und Frieden für alle Menschen zu sichern.

In allen Teilen der Welt jedoch lassen Konflikte, Klimakatastrophen, Armut und Ungleichheit schier unüberwindliche Hindernisse für die Diplomatie und für multilaterale Lösungen entstehen. Zusammenarbeit wird durch Wettbewerb verdrängt; Dialog weicht der unaufhaltsamen Spaltung.

Genau für Momente wie diesen wurden die Diplomatie und das multilaterale System geschaffen. Wir müssen erneut den Geist der weltumspannenden Zusammenarbeit beleben, um Vertrauen aufzubauen, Spaltungen zu überwinden und die Menschheit auf den Weg des Friedens zu führen.

Der Zukunftsgipfel im September wird den Ländern eine wichtige Chance bieten, zu gemeinsamen Lösungen zu gelangen. Eine neue Agenda für den Frieden, die einen ganzheitlichen Ansatz in Bezug auf Konfliktursachen verfolgt, kann dazu beitragen, das Vertrauen in das multilaterale System und die Dinge, die wir mit vereinten Kräften bewirken können, wiederherzustellen.

An diesem wichtigen Tag rufe ich alle Regierungen und Politikverantwortlichen auf, keine Mühen zu scheuen, um Spaltungen zu überwinden, den Dialog wiederaufzunehmen, Vertrauen zu stiften und eine friedliche Zukunft wahr werden zu lassen.“

Aus diesem Anlass haben sich Aktivisten aus verschiedenen Bundesländern im Invalidenpark in Berlin zu einer Veranstaltung zusammengefunden.

Einer der Organisatoren konnte wegen Krankheit nicht vor Ort sein. Seine Aussage: ‚Keine Gewalt‘, der Ruf, der 1989 zum Mauerfall führte, wird heute kaum noch gehört.“

Aktion in Berlin zum UN-Gedenktag: Hoffnung über Autokraten

In der neuen unsichtbaren Mauer ist kein Stein über dem anderen, der nicht mit Gewalt hergestellt und mit Blut gemauert ist. Diese Mauer wird höher und fester zementiert mit der tagtäglichen Rechtfertigung von Mord und Zerstörung.

Trotz des Ausfalls haben es die Aktivisten und Aktivistinnen geschafft, den Rednern und Musikern eine bunte Bühne zu gestalten. Die Forderung nach Diplomatie und Multilateralismus wurde sehr deutlich zum Ausdruck gebracht.

Diplomatie und ‚Keine Gewalt‘ haben lange für Frieden in Europa gesorgt. Die Hoffnung auf ein tatsächliches Ende aller Kriege und Feindseligkeiten ist mit dem Ruf ‚Keine Gewalt‘ um die Erde gegangen. Das Ende des „Kalten Krieges“ wurde gefeiert.

Der Invalidenpark zwischen zwei Bundesministerien, geprägt von seiner Skulptur und seiner Geschichte, ist ein besonders geeigneter Ort, um an diesem Tag Diplomatie einzufordern.

Fotos von Roland Brecht 

Organisiert von DonnerHerzig. Mitwirkende sind:

  • Friedensglockengesellschaft Berlin e.V.
  • IWPG International Women’s Peace Group Berlin
  • Birgit Schöne
  • Ute Bella Donner (Aktionskünstlerin); Umbrella Peace Art
  • DonnerHerzig mit verschiedenen Beiträgen, die mit dem Thema grundlegende Menschenrechte zum Nachdenken und Mitmachen auffordern

Musikalisch unterstützt von:

  • Groovy Jazz Duo
  • Pablo Gomez, Artivisten e.V.

U. v. a., die gemeinsam ein Peace-Zeichen aus ca. 130 gestalteten Regenschirmen aufstellen.