Die Bewältigung der Klimakrise

16.01.2021 - Claus Meyer

Die Bewältigung der Klimakrise
(Bild von Gerd Altmann auf Pixabay | CC0)

Nach den neuesten Informationen wird eine Begrenzung der Erderwärmung um 1,5 Grad nicht mehr zu schaffen sein, Fachleute reden schon von 2 Grad. Gerade hat man festgestellt, dass 2020 als das wärmste Jahr in der Geschichte ermittelt wurde.

Leider wird diese Prognose von Regierung und Medien nicht genügend diskutiert und das schon gar nicht in der Öffentlichkeit. So fühlen sich die Normalverbraucher auch nur wenig veranlasst, das Thema wirklich ernst zu nehmen. Nicht einmal die so stark zunehmenden Klimakatastrophen geben Veranlassung, mehr darüber nachzudenken. Etwas anders sieht es sicher bei denen von Unwettern Betroffenen aus, leider werden sie in den Medien nur am Tag der Katastrophe erwähnt.

Die Corona-Krise nimmt dagegen bei der Regierung wie in den Medien stets den größeren Raum ein. Das heute so hörig gemachte Volk vertraut somit der Aussage, dass nach Ende der Pandemie oder nach der Impfung alles wieder in den alten Zustand zurückkehren kann. Allein diese Aussage muss doch einen ziemlichen Schrecken verursachen. Dabei wären doch die Einschränkungen, hervorgerufen durch die Epidemie, ein guter Anlass gewesen, heute schon über einer Reduzierung von Energie und der Ausbeutung von Erde und Natur nachzudenken und zu verändern. Da die Regierung aber immer noch sehr großen Wert auf Wirtschaftswachstum legt, sind die guten Untertanen dem auch immer gefolgt. Rücksichtslos wird diese Ausbeutung von Natur und Erde vorangetrieben. Es hat sich dabei ein spezieller Ausdruck dafür gebildet: shifting baselines.

So ist Vielen nicht einmal klar geworden, dass die Ansprüche stetig gestiegen sind. Leider zeichnet das heutige Geldsystem für diesen unsinnigen Wachstumszwang mitverantwortlich. Sicher trägt es viel zum heutigen Verhalten bei und gehört daher dringend durch ein wesentlich besseres System ersetzt. Weiterhin wäre sicher die direkte Demokratie wohl eher in der Lage, die notwendigen Änderungen durchzuführen. Die heutige Regierung ist eben zu stark von Oligarchen abhängig.

Es ist keine Zeit mehr zu verlieren, wenn die Erde für Menschen bewohnbar bleiben soll. Es muss so einiges heute schon als Entartung angesehen werden, was Menschen sich mit der Zeit so angewöhnt haben. Es wäre überaus wichtig, die bestehenden Möglichkeiten zu nutzen, um wieder viel mehr Hochachtung vor Erde und Natur zu verhelfen. Es sind eine ganze Anzahl Einschränkungen oder auch Umgangsformen möglich, die sehr viel Einsparungen schaffen könnten. Eine Zeitenwende ist doch vorprogrammiert, die heutige Normalität kann und darf nicht fortgesetzt werden. Das soll nachfolgend andiskutiert werden.

Beginnen wir bei Familienverhältnissen, die ein gutes Beispiel für Einschränkungen liefern könnten. Hier ließe sich Vieles auf ein gesundes Maß zurückführen. Es könnte damit beginnen, dass Generationen gemeinsam wieder unter einem Dach leben, welch eine Reduktion allein im Verkehrsaufkommen. Die Generationen unterstützen sich gegenseitig in ihren Pflichten und Hilfen, wie viel Freude am gemeinsamen Erleben findet dann statt, wie viel Kosten fallen dann erst gar nicht an. Welch ein Ersparnis an Energie und wie viel verbesserte gepflegte soziale Kontakte. Altenheime und Kitas sind dann meistens nicht erforderlich sein. Beim Generationenwechsel muss nicht gleich alles, darunter auch Möbel und Geschirr, erneuert werden. Welch eine Einsparung an Energie und Ressourcen. Die so gepriesene Digitalisierung trägt hat auch nicht gerade zur Verbesserung des Gemeinwesens beigetragen

Wenn jetzt auch noch die Selbstverwirklichung nicht mehr, sondern das Miteinander unter geringster Schädigung der Umwelt im Vordergrund steht, dann sollten kurze Entfernung von Wohnung und Arbeitsplatz, Schule und Einkaufsmöglichkeit die Folge sein. Die großen Konzerne sind wieder durch Kleinbetriebe zu ersetzen. Statt Sucht nach immer mehr Macht steht dann wieder soziales Miteinander im Vordergrund. Es ist die heutige Macht des Geldes durch die Konzentration bei einigen Wenigen, die ein Miteinander verhindert. Kleinbetriebe müssen ihre Berechtigung zurück erhalten, dann nehmen die so wichtigen menschlichen Beziehungen hoffentlich wieder zu.

Wollen wir wirklich, dass dieses wirtschaftliche Denken unser Leben beherrscht, es hat uns zu den Zerstörern von Klima, Erde und Natur gemacht. Wollen wir wirklich, dass wir zu Wesen werden, die sich einer künstlichen Intelligenz hingeben, sollen die Kontakte nur noch digital abgewickelt werden.

Wir müssen uns entscheiden, welche Zukunft wir wollen, und so handeln, als ob unser Leben davon abhängen würde – denn das tut es. Ein Schlendern in Richtung Nachhaltigkeit wird das Blatt nicht wenden. Nur sofortiges, mutiges und transformatives Handeln wird uns den Sprung über den Abgrund ermöglichen. „Der beste Weg, die Zukunft vorherzusagen, ist, sie zu erschaffen. Das ist es, was wir hier tun wollen. Alle Macht der Phantasie“. Das war eine Mahnung von Robert F. Kennedy jun. in Berlin.

Sollen wir wirklich in solcher egoistischen, materialistischen Gesellschaft verharren, ist solche Lebensweise noch menschengerecht. Ob wir wohl noch in der Lage sind, noch umzudenken.

Kategorien: Meinungen, Ökologie und Umwelt
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