Coronavirus und die „Aufnahmepolitik auf den griechischen Inseln“

13.08.2020 - Marianella Kloka

Dieser Artikel ist auch auf Englisch, Spanisch, Italienisch, Griechisch verfügbar.

Coronavirus und die „Aufnahmepolitik auf den griechischen Inseln“

Die Aufzeichnungen der letzten Tage haben den Tod einer weiteren Person auf griechischem Gebiet im Flüchtlingslager Moria gemeldet.

Dieses Mal handelt es sich um einen 21-jährigen Afghanen. Berichten der lokalen Presse zufolge hatte der junge Mann mehrere Schnittwunden, die Täter seien drei Landsmänner gewesen. Die Zeitung „Efimerida ton Sintakton“ berichtet, dass die Behörden einen 19-Jährigen festgenommen haben und ein anderer Straftäter identifiziert wurde. Mehr als fünf Personen haben ihr Leben bei ähnlichen Angriffen im Jahr 2020 in diesem Flüchtlingslager verloren.

Es ist schwer die Situation in Moria irgendjemandem, der nicht dort war, zu beschreiben. Die Organisationen, die mit der „Aufnahme“ befassen, protestieren von Zeit zu Zeit über die unmenschlichen Verhältnisse, die fehlende Hygiene, die Menschenmassen, die Essensschlangen dreimal am Tag, die Auseinandersetzungen, die unausweichlich sind bei diesen Lebensbedingungen.

Menschen stehen für die Impfkampagne von EODY (Hellenischen Nationalen öffentliche Gesundheitsorganisation) für 3000 Kinder in Moria an. Gefilmt von einem im Lager lebenden Geflüchteten. Im Moment leben 14.162 Frauen, Männer und Kinder in und um das Flüchtlingslager.

Zusätzlich zu dieser Situation in der sich Menschen befinden, die in unseren Ländern nach internationalem Schutz suchen, hat die griechische Regierung zum dritten Mal in Folge (bis zum 2. August) die Verlängerung der Ausgangsbeschränkung für Personen, die in den Empfangszentrum leben, beschlossen. Ohne gewichtigen Grund, nur als vorbeugende Maßnahme, die allerdings nicht für die gesamte Bevölkerung gilt. So müssen Personen, die in Griechenland leben, keine solche Maßnahmen ertragen und Touristen sind herzlich eingeladen, die Gastfreundschaft des Landes zu genießen.

Der Flüchtlingshochkommissar der Vereinten Nationen und viele griechische Organisationen haben ihre ablehnende Meinung veröffentlicht. Informationen, die unserer Redaktion vorliegen, besagen, dass der Bericht der Mitglieder der von der Regierung eingesetzten wissenschaftlichen Kommission zur Bewältigung des Coronavirus ebenfalls eine abweichende Auffassung vertritt, die sich an den Vorgaben des Europäisches Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) orientiert, die vor ein paar Wochen veröffentlicht wurde. Trotzdem scheint dies mittlerweile die einzige Möglichkeit zu sein, die der Regierung noch bleibt, um die Proteste der Inselbewohner zu beruhigen, die teilweise auf die Ermüdung zurückzuführen sind, aber vor allem von lokalen rechtsradikalen Stimmen befeuert werden. Außerdem hat der Bürgermeister von Westlesbos, Taxiarchis Verros, dem Besitzer eines Hotels auf Lesbos „gedroht“ strenge Kontrollen durchzuführen, wenn dieser sich dazu bereit erklären würde, das Hotel an Asylbewerber zu vermieten.

Wenn wir Lösungen suchen, müssen wir über die Schließung dieser Orte nachdenken, die das Gegenteil von Empfangszentrum darstellen und für die Verlegung der Geflüchteten in sichere Unterkünfte sorgen, während in der Zwischenzeit ihr Antrag auf Internationalen Schutz der auf europäischem Territorium gestellt wird, überprüft wird.

Die Übersetzung aus dem Englischen wurde von Jani Trittel vom ehrenamtlichen Pressenza-Übersetzungsteam erstellt. Wir suchen Freiwillige!

Kategorien: Europa, Meinungen, Politik
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