UN-VertreterInnen: Gemeinsam dem Hass und der Gewalt gegenüber LGBTI-Personen entgegentreten

21.05.2020 - UN News Centre

Dieser Artikel ist auch auf Englisch verfügbar.

UN-VertreterInnen: Gemeinsam dem Hass und der Gewalt gegenüber LGBTI-Personen entgegentreten
Ausgeschlossen in der Favela de Maré in Rio de Janeiro, Brasilien. Auf dem T-Shirt liest man Amérgay ein Wortspiel mit dem Namen der Favela, was sowohl „Liebe ist schwul“ als auch „Maré ist schwul“ bedeutet.

Der UN-Generalsekretär Antonio Guterres ruft die Menschen überall dazu auf, die Rechte auf Freiheit und Gleichheit zu unterstützen, wie er in seiner Botschaft zum internationalen Tag gegen Homophobie, Biphobie und Transphobie mitteilte.

Die Gedenkveranstaltung findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem die Welt gegen die Covid-19-Pandemie kämpft, die die Verwundbarkeit von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen und Intersexuellen (LGBTI) erhöht hat.

„Viele LGBTI-Personen, die bereits Vorurteilen, Angriffen und Morden ausgesetzt sind, nur dafür, wer sie sind oder wen sie lieben, erleben häufig als Folge des Virus Stigmatisierung und ihnen wird die Inanspruchnahme von medizinischen Versorgung erschwert“, sagt Guterres. „Es gibt auch Berichte über Covid-19 Richtlinien, die von der Polizei missbraucht werden, um LGBTI-Personen und -Organisationen ins Visier zu nehmen.“

Die Krise hat die Dinge für LGBTI-Menschen schlechter gemacht, laut Michelle Bachelete, UN-Hochkommissarin für Menschenrechte.

„LGBTI-Personen sind oft zusätzlicher Stigmatisierung, Diskriminierungen und Gewalt ausgesetzt, bei Beanspruchung von medizinischen Leistungen und was vielleicht am Traurigsten ist, innerhalb ihrer eigenen Familien während der Ausgangssperre. Außerdem werden sie an einigen Orten als Sündenböcke für die Ausbreitung des Virus verantwortlich gemacht“, sagte sie.

In Bezug auf das Themas des internationalen Tages rief Michele Bachlete alle dazu auf, gegen Hass aufzustehen und „das Schweigen“ über die Diskriminierung und die Gewalt zu brechen, unter der die die LGBTI Gemeinschaft leidet.

„Lasst uns den homophoben, transphoben und biphoben Haltungen und Erzählungen entgegentreten, die so große Auswirkungen auf die Leben so vieler Menschen weltweit haben“, fügte sie hinzu.

Der Generalsekretär betonte, dass die Vereinten Nationen im Verlauf der Pandemie weiterhin Ungerechtigkeiten gegenüber LGBTI-Personen sowie andere Ungerechtigkeiten zu Sprache bringen wird.

Herr Guterres sagte:

„Lasst uns gemeinsam gegen Diskriminierung und für das Recht aller auf ein freies und gleichberechtigtes Leben in Würde eintreten“.

Die Übersetzung aus dem Englischen wurde von Hannes Höfs vom ehrenamtlichen Pressenza-Übersetzungsteam erstellt. Wir suchen Freiwillige! 

Kategorien: International, Menschenrechte, Vielfalt
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