Schluss mit der Unterdrückung!! Ein stummer Schrei

24.01.2020 - Santiago de Chile - Redacción Chile

Dieser Artikel ist auch auf Spanisch, Italienisch, Griechisch verfügbar.

Schluss mit der Unterdrückung!! Ein stummer Schrei
(Bild von Helodie Fazzalari)

Schweigend gingen am Sonntag in Santiago de Chile tausende Frauen in schwarz gekleidet, in Trauer, um all die Verstorbenen und um alle Opfer dieser systematischen Vergewaltigung der Menschenrechte auf die Straße. Ihre sauberen Hände waren nach oben gereckt, um klar zu machen, dass die Hände von Sebastián Piñera und die der Regierung voller chilenischem Blut sind. Damit wollen sie zum Ausdruck bringen: SCHLUSS MIT DER UNTERDRÜCKUNG.

Auch Männer nahmen teil, Kinder aller Altersstufen und eine Polizeieinheit, um uns zu beschützen. Alle zusammen, alle vereint marschierten sie in einem stummen Schrei für das Leben und die Menschenrechte, ein stummer Schrei, der gleichzeitig ohrenbetäubend nach Würde und Gerechtigkeit schrie.

Eine spezielle Bedeutung hatte die kollektive und überall hörbare Forderung, nach der Freilassung von politischen Gefangenen, in der Mehrzahl junge Leute, die als kriminell abgestempelt werden, weil sie Teil der sozialen Proteste waren. Piñera hat die Gefängnisse vollgestopft und verhaftet weiter Leute, verfolgt sie und macht sie zu Kriminellen.

Er verabschiedet weiter Gesetze, um noch mehr legale Werkzeuge in der Hand zu haben, die es ihm ermöglichen die Grundrechte der Menschen, wie die Meinungsfreiheit, die Freiheit sich überall aufzuhalten, zu versammeln, das unveräußerliche Recht zu rebellieren noch mehr einschränken. Er reißt die Macht in diesem Land an sich, in dem er laut Meinungsumfragen nur 5% Zustimmung hat und in dem die Legitimität das Land zu führen absolut nicht mehr vorhanden ist.

Der lange Marsch machte dreimal Halt. An der Plaza de la Dignidad, an dem alle das Lied von Victor Jara „Das Recht zu leben“ gesungen haben. Am Platz Cerro Huelén, an dem der Tanz La Cueca Sola getanzt wurde, ein Nationaltanz, der hier ohne Mann, von den Frauen alleine, getanzt wurde, eine Hommage an die Vermissten der Pinochet Diktatur. Am Moneda Platz, wo das Regierungsgebäude sich befindet, haben alle das Lied El Baile de los que Sobran, von der chilenischen Band Los Prisioneros (Die Gefangenen), die Hymne dieser Revolution, gesungen.

Diese Revolution, ist die Revolution der Übriggebliebenen, der großen Mehrheit der Chilenen, die nicht der Machtelite angehören, die kein Geld haben, nicht korrupt sind, die keine Menschenrechte verletzen und keine Komplizen sind, damit sie an der Macht bleiben können.

Artikel und Video de Claudia Aranda:

 

Fotoreportage von Helodie Fazzalari:

Die Übersetzung aus dem Spanischen wurde von Marita Simon vom ehrenamtlichen Pressenza-Übersetzungsteam erstellt. Wir suchen Freiwillige!

Kategorien: Fotoreportagen, Menschenrechte, Südamerika, Video
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