Am 3. Dezember verurteilte ein Gericht in Honduras die Mörder der Umweltaktivistin Berta Cáceres zu 50 Jahren Haft. Berta war 2016 wegen der Führung der Kampagne gegen das verheerende Agua Zarca Wasserkraftwerk, das durch einen Großstaudamm das Gebiet des Lenca-Volkes überflutet hätte, kaltblütig ermordet worden.

Vier Angeklagte, die als physische Täter des Mordes an Berta identifiziert wurden, sind zu 34 Jahren Haft verurteilt worden. Dazu kommen jeweils weitere 16 Jahre und vier Monate für den versuchten Mord an Gustavo Castro, einem mexikanischen Umweltschützer, der sich im Haus von Berta befand und der den Hinterhalt überlebt hatte.

Zwei weitere Angeklagte, die mit dem Hersteller des Großstaudamms Desa und einem ehemaligen leitenden Offizier der honduranischen Streitkräfte in Verbindung standen, wurden zu 30 Jahren Gefängnis verurteilt.

Berta Cáceres hatte den Civic Council of Popular and Native Organizations of Honduras (COPINH) gegründet und die Bedrohung durch illegale Abholzung und Zugeständnisse an Minenunternehmen in den Heimatgebieten indigener Völker angeprangert.

Damit ist es natürlich nicht getan. Nach drei Jahren fehlen immer noch die Namen der Personen, die die Ermordung von Berta angeordnet haben, aber die Mauer der Straflosigkeit ist zumindest durchbrochen.

 

Die Übersetzung aus dem Italienischen wurde von Evelyn Rottengatter vom ehrenamtlichen Pressenza-Übersetzungsteam erstellt. Wir suchen Freiwillige!

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