Ein weiterer Akt in der gerichtlichen Verfolgung von Milagro Sala

05.05.2019 - Redazione Italia

Dieser Artikel ist auch auf Französisch, Italienisch verfügbar.

Ein weiterer Akt in der gerichtlichen Verfolgung von Milagro Sala
(Bild von Agencia Paco Urondo: "Schluß mit politischen Gefangenen" - "Ja zur Demokratie")

Als ob die bereits laufenden Verfahren gegen Milagro Sala nicht ausreichen würden, hat nun der Richter Pablo Pullen Llermanos einen bereits 2009 abgeschlossenen Fall zum Tod des sozialen Aktivisten Luca Arias wieder aufgenommen.

Das argentinische Komitee für die Freiheit von Milagro Sala verurteilt diese erneute Farce, die vom üblichen Verdächtigen, dem obengenannten Richter und Freund des Gouverneurs Gerardo Morales ins Leben gerufen wurde: „Die politische und gerichtliche Verfolgung scheint keine Grenzen zu haben“, sagt das Komitee in einem Schreiben und protestiert zudem dagegen, dass es den Anwälten der Verteidigung nicht erlaubt wurde, Zeugen zur Entlastung zu stellen.

Im konkreten Fall, der auf der Grundlage der Zeugenaussage von Juan Carlos Maidana wiedereröffnet wurde, einer Person, die nichts mit den Fakten des Falles zu tun hat, und die sich derzeit wegen Vergewaltigung im Gefängnis befindet, interveniert nun auch die Witwe des sozialen Aktivisten, Luciana Santillán, und weist darauf hin, dass ihr Mann an einer schweren Krankheit und nicht wegen der strittigen Fakten gestorben ist.

In einem Video, das in den sozialen Netzwerken zirkuliert, sagt Milagro Sala, dass sie sich „hilflos und gedemütigt“ fühlt und erinnert erneut daran, dass immer noch viele andere Mitglieder von Tupac Amaru im Gefängnis sitzen. Sie weist darauf hin, dass selbst die Freispruchs-Urteile ohne neue Verfahren einfach aufgehoben wurden. Sala schließt das Video mit einem Appell an die Zivilgesellschaft, auf dass diese politische und gerichtliche Verfolgung endlich ein Ende hat.

Übersetzung aus dem Italienischen von Pressenza München

 

KURZINFO:

Milagro Sala wurde am 16. Januar 2016 willkürlich ihrer Freiheit beraubt, während sie an einer friedlichen Protestkundgebung in San Salvador, Hauptstadt der argentinischen Provinz Jujuy, teilnahm, um gegen soziale Ungerechtigkeit und den Abbau von Arbeitsplätzen zu demonstrieren. Seitdem sitzt sie in Haft. 

Weitere Infos gibt es auf der Webseite des deutschen Komitees für die Freiheit von Milagro Sala:                https://komiteefreiheitmilagrosala.wordpress.com

Kategorien: International, Menschenrechte, Politik, Südamerika
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