Die Lust an der Lüge – ExxonMobile und das Klima

01.08.2018 - Valentin Grünn

Die Lust an der Lüge – ExxonMobile und das Klima
Proteste gegen die Leugnung der menschengemachten globalen Erwärmung beim Climate March im April 2017 in Washington D.C. (Bild von Edward Kimmel from Takoma Park | CC BY-SA 2.0 wikimedia commons)

ExxonMobile (Esso) weiß seit 60 Jahren, seit 1957, dass der Kohlendioxidausstoß durch die fossile Energien das Klima nachhaltig verändern wird. Das ergaben hauseigene Forschungsprojekte, die vor Öffentlichkeit und Regierungen geheim gehalten wurde. Ihre Förderprojekte dagegen haben sie auf eine massive Klimaerwärmung ausgerichtet.

Im „Brannon-Report“von 1957 (ExxonMobile) und im „Robinson-Report“ (Verband der US-Ölindustrie) von 1968 wurden die Auswirkungen von Kohlendioxid auf die Umwelt untersucht.

Zitat:

„Wenn die Kohlendioxid-Werte im jetzigen Tempo weiter ansteigen, dann kommt es voraussichtlich zu deutlichen Temperaturanstiegen. Zweifellos würde der Umweltschaden enorm sein. Obwohl es auch andere mögliche Ursachen für den aktuellen CO2-Ausstoß gibt, scheint keine so gut zur festgestellten Sachlage zu passen, wie die Theorie des fossilen Brennstoffausstoßes.“

Die US-Ölindustrie hat weiter geforscht. Der Öffentlichkeit wurden die Ergebnisse verschwiegen. Es wurde gefälscht, geschönt, verheimlicht. Gegengutachten wurden diskreditiert, während ExxonMobile und die anderen Firmen ihre Investitionen schon auf die Erwärmung des Klimas eingerichtet haben: Es wurden Fördergebiete in der Arktis beantragt und erschlossen, obwohl trotz Eisbedeckungen nicht genutzt werden konnten, die Fundamente der Pipelines durch Alaska wurden entsprechend tiefer gebaut und die Ölplattformen, dem erwarteten Anstieg des Meeresspiegels während der Nutzungszeit entsprechend um 2(!) Meter erhöht.

Heute sitzen die Klimaleugner in der US-Regierung, die Konzerne finanzieren eine Maschinerie von Klimaleugnern und sie haben in Zeiten des Internets ein Heer von kostenlosen freiwilligen Helfershelfer aufgebaut.

Die Staatsanwaltschat in den USA ermittelt und äußerte sich so: „Das Recht auf Meinungsfreiheit gibt ihnen nicht das Recht auf Betrug“.

Sieben große US-Städte verklagen diese Firmen nun auf Kostenübernahme zum Schutz gegen den steigenden Meeresspiegel; für New York allein werden es viele Milliarden US-Dollar werden.

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Kategorien: Ökologie und Umwelt, Politik
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