Am Samstag den 5. November fand im Zentrum Berlins eine Kundgebung „Merkel muss weg“ von etwa 500 Rechtsextremen, die bald zusammenschrumpfte auf etwa 200, statt. Ihnen stellten sich ungefähr 300 Gegendemonstranten am Oranienburger Tor entgegen. Nach brutaler Räumung durch die Polizei der friedlichen Blockade wurde ein Sanitäter der Gegendemonstration festgenommen und abgeführt.

Über eine Stunde hatten die Gegendemonstranten erfolgreich den Marsch der zahlenmässig geringeren Demonstration der Rechtsextremen durch das ehemals jüdische Viertel im Zentrum Berlins verhindert. Augenzeugen zufolge gab es bei der Räumung etliche Festnahmen von Gegendemonstranten. Ebenso wird von zahlreichen Verletzungen, unter anderem Nasenbrüche und ausgeschlagene Zähne, durch das brutale Vorgehen der Polizei berichtet.

Nach der Räumung zogen die Teilnehmer der rechtsextremen Demonstration, angeführt von NPD Chef Schmidtke und Anmelder Stubbe, triumphierend über den geräumten Platz. Laut grölend und zum Teil heftig angetrunken zog der Haufen dann mit Rufen wie „Deutsch Sozial und National“ und „Hier marschiert der nationale Widerstand“ unter starkem Polizeischutz bis zum Abschlusspunkt Alexanderplatz.

Bild und Text von Oliver Feldhaus