Die Stunde der Mutigen

11.07.2015 - Sasha Volkoff

Dieser Artikel ist auch auf Spanisch, Italienisch verfügbar.

Die Stunde der Mutigen

Was geschieht, wenn jemand eine Entdeckung macht, die sein Leben verändert? Wird er das anderen Menschen mitteilen?

Man stelle sich folgende Szene vor: Frau Merkel legt sich heute Nacht schlafen. Im Laufe der Nacht hat sie einen aufschlussreichen Traum, in dem sie eine transzendentale Erfahrung macht. sie hat das Gefühl alle Menschen seien ihre Brüder und sie empfindet sich als Teil einer einzigen Menschheit. Angela Merkel verändert ihr Leben, sie möchte nicht mehr weiter nur eine Repräsentantin der weltweiten Finanzführungskräfte sein. Sie möchte den Rest ihres Lebens anderen helfen und sie versteht auch die Verantwortung, die sie in ihrer Position hat.

Was würde dann geschehen? Sicherlich würden die Menschen um sie herum – alles Repräsentanten des internationalen Finanzkapitals – sobald sie die Veränderung in der deutschen Kanzlerin bemerken, denken sie sei verrückt geworden. Sie würeden versuchen sie wieder zur Vernunft zu bringen. Ich kann mir schon ihren Finanzminister Wolfgang Schäuble vorstellen, der versucht Frau Merkel davon zu überzeugen einen befreundeten Psychiater zu besuchen, natürlich ganz diskret. Wenn sie dann feststellen, dass sie ihre Meinung nicht ändert, würden sie daran arbeiten sie durch jemanden der „vernünftiger“ ist zu ersetzen. Jemand in der Position wie Frau Merkel muss schon außerordentlich intelligent sein, um zu verhindern, dass sie schnell ihrer Ämter enthoben wird. Gelänge es ihr nicht, dann hätte sich ihr Leben zwar verändert, aber die Welt bliebe gleich.

Das was wir uns für Frau Merkel ausgedacht haben, könnten wir auf Mario Draghi, Hollande und sogar auf Rajoy übertragen – auch wenn es mir bei letzterem sehr schwer fällt es mir vorzustellen, vielleicht weil ich ihn hier in Spanien aus nächster Nähe mitgekriegt habe. Ziemlich sicher wird das, was wir da erträumt haben nicht passieren, aber es war sehr amüsant an solch eine Möglichkeit zu denken.

Die menschliche Geschichte ist voller Momente der Größe und voller Momente des Elends. An geschichtlichen Scheidewegen zu unterscheiden zwischen Größe und Misere, hat den Kurs für viele Generationen verändert. Ich weiß nicht, ob wir heute an einem Scheideweg stehen, von dem wir später wissen werden, welche historische Bedeutung er hatte, aber sicher ist der aktuelle Moment in Europa eine Kreuzung, an der wichtige Dinge entschieden werden müssen. Leider scheinen unsere politischen und wirtschaftlichen „Führer“ viel näher am Elend als an der Größe zu sein. Der Umgang mit dem Problem der griechischen Bevölkerung ist mehr als Beweis dafür. Aber mir gefällt es mir vorzustellen, dass die Völker in einem tapferen Akt, durch den sie sich ihren „Führern“ hoch überlegen zeigen, diese zwingen den Kurs der Ereignisse zu verändern.

Übersetzung aus dem Spanischen von Marita Simon

Kategorien: Europa, Meinungen, Politik, Wirtschaft

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